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Zwischen Bundesstraße 209 und dem Papageienweg wird das neue Gewerbegebiet im Anschluss an die bestehende Bebauung geplant. Foto: Google Earth/Grafik: ms

Adendorf plant ein neues Gewerbegebiet

Adendorf. Wohnraum wurde in der Gemeinde Adendorf in den vergangenen Jahren reichlich geschaffen – durch Neubaugebiete und auch im innerörtlichen Bereich. Ganz anders sah es mit Gewerbegrundstücken aus – und das soll sich jetzt ändern: Eine Fläche von 15 Hektar, von der rund zehn bis zwölf Hektar für Gewerbebetriebe nutzbar sind, soll in naher Zukunft ausgewiesen werden. Gelegen ist das Areal südlich der Kreisstraße 30, zwischen der Autoverwertung Siebert und dem Papageienweg.

Die Gruppe CDU/FDP hatte für die jüngste Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Ortsentwicklung und Bauen des Gemeinderats den Antrag gestellt, für das Gebiet an der K 30 einen Bebaungsplan aufzustellen und dort ein Gewerbegebiet auszuweisen.

„Wir wollen auch keine Großunternehmen“

Bürgermeister Thomas Maack (SPD) nahm das zum Anlass für einen ausführlichen Bericht. Lange Zeit habe man mit dem Eigentümer des Grundstücks keine Einigung erzielen können, erklärte er, in zahlreichen Gesprächen in den zurückliegenden Jahren sei man einander näher gekommen. „Wir gehen jetzt in die Vertragsgestaltung“, so Maack.

Auch mit der Umweltbehörde, dem Straßenverkehrsamt, dem Ortsplaner, sei schon über das Vorhaben gesprochen worden, berichtete Maack. Ein artenschutzrechtliches Gutachten, das seit dem Februar vorliegt, habe ergeben, dass den Plänen für ein Gewerbegebiet nichts entgegensteht, erklärt der Bürgermeister auf LZ-Anfrage.

„Bevorzugt Adendorfer Unternehmen sollen auf dem Areal an der K 30 Platz finden, um sich dort vergrößern zu können“, so der Rathauschef. Zehn bis zwölf Firmen, die expandieren möchten, seien der Gemeinde bereits bekannt. Maack: „Wir wollen auch keine Großunternehmen, das Gebiet ist für mittelständische Betriebe, Handel, Handwerk oder Dienstleistungen gedacht.“

Arbeitsplätze sollen gesichert werden

Mit Genugtuung werden die Aktivitäten an der Kreisstraße 30 bei der Opposition im Adendorfer Rat gesehen. Gruppenvorsitzender Gunther von Mirbach erklärt: „Die CDU/FDP-Gruppe im Rat der Gemeinde Adendorf hält die Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes für dringend geboten. Schon seit mehr als zehn Jahren hat die CDU das Gebiet zwischen Papageienweg und Elba für Gewerbeansiedlungen vorgesehen und vorgeschlagen.“

Von Mirbach weiter: „Zum einen sollen Arbeitsplätze gesichert und neue ortsnahe Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Fläche bietet Adendorfer Firmen die Möglichkeit, aus den Wohngebieten in ein Gewerbegebiet umzuziehen, und auswärtige Betriebe können sich in Adendorf niederlassen. Wir wollen uns nicht auf einen oder zwei große Gewerbesteuerzahler verlassen, müssen vielmehr auch weiteren Betrieben Chancen bieten, sich in Adendorf anzusiedeln.“

Ein Abgrenzungsbeschluss in der kommenden Sitzung des Ausschusses für Ortsentwicklung soll der nächste Schritt sein, um so die Änderung des Bebauungsplans auf den Weg zu bringen. Thomas Maack: „Wir wollen auch versuchen, Fördermittel für die Gestaltung des neuen Gewerbegebiets zu akquirieren.“

Von Ingo Petersen