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Von der Anschlussstelle Handorf bis zur Abfahrt Ebensberg wird ab April gebaut. Grafik: Kleinebrahm

Staus sind programmiert

Lüneburg. „Der Geschäftsbereich Lüneburg der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bittet alle Verkehrsteilnehmer und Anlieger der Umleitungsstrecken um Vers tändnis für die mit diesen erforderlichen Bautätigkeiten verbundenen Störungen und Beeinträchtigungen.“ Der Satz in der Mitteilung der Behörde ist ziemlich lang. Um es kurz zu machen: Es wird Staus geben. Vor allem in den Stoßzeiten. Denn am Montag gehen die Bauarbeiten auf der A39 und der Ostumgehung los.

Erst Ende Oktober wurden in diesem Abschnitt der A39 die Arbeiten in Fahrtrichtung Hamburg fertiggestellt. Nun ist also die Gegenfahrbahn an der Reihe. Insgesamt zwölf Millionen Euro gibt der Bund für beide Maßnahmen aus. Zwischen den Anschlussstellen Handorf und Lüneburg/Nord in Richtung Lüneburg wird die Fahrbahn erneuert. Zeitgleich starten die Bauarbeiten auf der Ostumgehung zwischen der Anschlussstellen Lüneburg/Nord und Ebensberg. Ende September soll alles fertig sein. Die Bauarbeiten werden in zwei Phasen unterteilt, die erste dient zur Vorbereitung der eigentlichen Arbeiten. Ein Überblick:

Erste Bauphase

A 39: Für die Einrichtung der Verkehrsführung sind Arbeiten an sogenannten Mittelstreifenüberfahrten erforderlich, die bis Ende April dauern sollen. Der Verkehr wird in diesem Zeitraum von der Anschlussstelle Lüneburg-Nord bis zur Anschlussstelle Handorf (B404) in Fahrtrichtung Hamburg auf Tempo 80 gedrosselt, in Richtung Lüneburg sogar auf 60, dort steht ab Handorf nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.

Ostumgehung: Bis Ende April sollen die vorbereitenden Arbeiten dauern. In diesem Zeitraum steht zwischen den Anschlussstellen Lüneburg-Nord und Ebensberg in beide Richtungen nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Hier gilt dann Tempo 60.

Zweite Bauphase

A 39: Voraussichtlich ab 27. April wird der gesamte Verkehr auf der A39 zwischen Lüneburg-Nord und Handorf auf die Richtungsfahrbahn Hamburg in die 3+0-Verkehrsführung überführt: In Richtung Hamburg zwei Spuren, in Richtung Lüneburg eine. Hamburg-Pendler müssen auf dem Heimweg also mit Staus rechnen.

Ostumgehung: Nach Beendigung der vorbereitenden Arbeiten wird der Verkehr zwischen den Anschlussstellen Lüneburg-Nord und Ebensberg in eine 2+0-Verkehrsführung überführt. Der Verkehr läuft dann in beiden Fahrtrichtungen jeweils einspurig auf der Richtungsfahrbahn Hamburg. In dieser Phase ist die Abfahrt der Anschlussstelle Ebensberg aus Fahrtrichtung Lüneburg/Nord voll gesperrt.

B 404: Zusätzlich zu diesen Arbeiten wird die Bundesstraße 404 zwischen den Anschlussstellen Handorf und Bardowick/Rottorf (K46/K87) ab Mitte Juli bis Ende August 2019 instand gesetzt. Das soll drei bis vier Wochen dauern. In dieser Zeit wird die gesamte Anschlussstelle Handorf der A39 voll gesperrt werden. Nach Angaben der Behörde sind Verzögerungen und Terminverschiebungen aufgrund der vielen witterungsabhängigen Arbeiten jederzeit möglich.

Der 8,2 Kilometer lange Streckenabschnitt auf der A39, der nun erneuert wird, wurde in den 1990er-Jahren gebaut und 1995 für den Verkehr freigegeben. Seither hat die Belastung zugenommen. 2010 passierten pro Tag 38.200 Autos und 3800 schwere Lkw diesen Abschnitt. Das hat Spuren hinterlassen.

Weitere Informationen finden Sie im Internet: www.strassenbau.niedersachsen.de/geschaeftsbereiche/lueneburg/projekte

Von Werner Kolbe

Noch eine Baustelle

Arbeiten in Neetze

Ab Montag wird auch in Neetze gebaut: In der Ortsdurchfahrt im Bereich der Neetzebrücke wird die Fahrbahn der Landesstraße 221 erneuert und Fahrbahnübergänge instand gesetzt. Laut der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wird der Verkehr zunächst halbseitig mittels Ampelregelung durch die Baustelle geführt. Dazu wird die „Von-Estorff-Straße“ für den Durchgangsverkehr von der Landesstraße bis zur Einmündung „Am Gutshof“ gesperrt. Für den Fahrbahndeckeneinbau vom 15. bis 18. April wird dieser Bereich für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt.

Der aus Lüneburg kommende Verkehr wird in Neetze über die Kreisstraße 16 über Holzen und Reinstorf zur B 216 und nach Bavendorf geleitet. Dort wird der Verkehr über die K14 über Thomasburg und Süttorf nach Neetze geführt. Die Umleitung für den aus Bleckede und Karze kommenden Verkehr erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Die Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel werden gebeten, die Aushänge der Verkehrsbetriebe an den jeweiligen Haltestellen zu beachten.