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Kommandoübergabe bei den Feuerwehren in der Samtgemeinde Ilmenau: Nach 14 Jahren übergibt Uwe Hauschild (M.) den Staffelstab an Thomas Dittmer (li). Stellvertretender Gemeindebrandmeister ist Friedo Kröger (r.) (Foto: be)

Lob für den „teuersten Kollegen“

Deutsch Evern. Für den Ilmenauer Samtgemeindebürgermeister Peter Rowohlt (SPD) ging gestern eine Ära zu Ende. Genauso, wie für Kreisbrandmeister Torsten Hensel. Die beiden fassten in Worte, was wohl auch viele andere Gäste im Feuerwehrhaus in Deutsch Evern bewegte: Denn mit der Verabschiedung von Uwe Hauschild als Gemeindebrandmeister beginnt bei den Feuerwehren in der Samtgemeinde Ilmenau eine neue Zeitrechnung.

14 Jahre war Hauschild der oberste Feuerwehrmann in der Samtgemeinde. Grund genug für die Ilmenauer Brandbekämpfer, ihren scheidenden Chef mit einer besonderen Feier zu verabschieden – inklusive Konvoi mit Blaulicht und Martinshorn zum Feuerwehrhaus Deutsch Evern. Hier wurde Hauschild gebührend empfangen, unter anderem vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Artlenburg.

In einer Rangliste unangefochten auf Platz 1

Hauschild führte als Gemeindebrandmeister die sechs Feuerwehren in der Samtgemeinde Ilmenau, war zuvor bereits zwei Jahre als stellvertretender Gemeindebrandmeister aktiv. „Es gibt sicherlich dienstältere Feuerwehr-Granden im Landkreis“, räumte Peter Rowohlt in seiner Laudatio ein. Trotzdem gehe für ihn mit der Verabschiedung von Uwe Hauschild eine Ära zu Ende, „Uwe hat mich nämlich in meinem kommunalpolitischen Leben stets begleitet“, erinnerte Rowohlt: Ob in Fraktions-, Ausschuss- oder Ratssitzungen – wenn es um die Belange der Brandschützer gegangen sei, habe Uwe Hauschild stets vorne am Tisch gesessen, und in seiner „ruhigen, sachlichen und mitnehmenden Art die Sachverhalte erklärt“, lobte Rowohlt, der aber auch augenzwinkernd feststellte: „Auf der Rangliste ‚Teuerster Kollege‘ steht Hauschild unangefochten auf Platz eins.“

Neun Fahrzeuge seien in seiner Zeit als Gemeindebrandmeister in Dienst gestellt worden, darunter drei Tanklöschfahrzeuge (TLF), drei Löschfahrzeuge (LF) ein Einsatzleitwagen (ELF) ein Mannschaftstransportwagen (MTW) und ein Schlauchwagen, der gemeinsam mit den Samtgemeinden Gellersen und Amelinghausen angeschafft worden sei. Zwei weitere Beschaffungen – ein Tragkraftspritzenanhänger und der Gerätewagen Logistik seien auf den Weg gebracht worden.

Weitsicht habe der scheidende Gemeindebrandmeister aber auch mit seinem Einsatz für den Feuerwehr-Bedarfsplan bewiesen. Für Rowohlt ein „ganz großer Meilenstein“ in Hauschilds Zusammenspiel mit der Politik: „Er ist für beide Seiten absolut hilfreich und wer sich an ihn hält, der ist excellent beraten“, lobte der Rathauschef.

Leitung der TEL bleibt in seinen Händen

Dass das neue Rathaus der Samtgemeinde Ilmenau zugleich auch als Lagezentrum konzipiert und ausgestattet wurde, sei ebenfalls mit das Verdienst von Hauschild. „Wir haben das Rathaus nur deshalb mit einer externen Stromeinspeisung ausgestattet und die Feuerwehr um ein Großaggregat reicher gemacht, weil wir bereits 2104 bei der von Dir ausgearbeiteten Übung „Stromlose Ilmenau“ vorgeführt bekamen, was passiert, wenn der Strom flächendeckend tatsächlich für längere Zeit ausfällt“, erinnerte der Bürgermeister.

Bei der Feuerwehr der Samtgemeinde Ilmenau hat Uwe Hauschild nun die Verantwortung in andere Hände gelegt – sein Nachfolger als Gemeindebrandmeister ist sein bisheriger Stellvertreter Thomas Dittmer. Auf Kreisebene aber will Hauschild als Leiter der TEL (Technische Einsatzleitung) noch weitermachen. Die führt der Deutsch Everner verantwortlich seit 2014. Dass Hauschild zu den erfahrenen Feuerwehr-Führungskräften im Landkreis gehört, betonten auch Kreisbrandmeister Torsten Hensel und Landrat Manfred Nahrstedt (SPD) in ihren Grußworten. „Uwe Hauschild hat seinen Dienst stets als freiwillige Verpflichtung für die Bürger verstanden. Dafür sage ich heute Danke“, betonte Nahrstedt.

Von Klaus Reschke