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Lüneburger Sehenswürdigkeiten aus dem Drucker: (v.l.) Carsten Edler (FabLab), CDU-Stadtverbandschef Alexander Schwake und Marc-André Ahlfeld vom Arbeitskreis mit dem Zentralgebäude und einem typischen Giebelhaus. Foto: t&w

Eine einmalige Gelegenheit

Lüneburg. CDU-Stadtverbandsvorsitzender Alexander Schwake ist um deutliche Aussagen nicht verlegen: „Das ist was Außergewöhnliches für die CDU“, kündigte er bei m HanseTreff seiner Partei die „3D-Druck Initiative der CDU Lüneburg“ an. „Wir gucken nach vorn und nicht nach hinten, denn wir sind eine Partei, die nicht verbieten, sondern forschen will“, schob er hinterher.

Im Spätherbst des vorigen Jahres hatte Schwake mit einem halben Dutzend Engagierter im Arbeitskreis „Wirtschaft und Wissenschaft“ seines Stadtverbandes ein Diskussionspapier „3D-Druck in Lüneburg etablieren“ vorgelegt, das die Basis für die nunmehrige zweite Stufe dieser politischen Initiative war.

Schwake setzt auf die Bildung eines Clusters

„In Lüneburg kann beim 3D-Druck etwas entstehen, was einmalig ist“, unterstrich der CDU-Stadtchef und setzt dabei auf eine Verbindung der ortsansässigen Fraunhofer-Abteilung, der Leuphana und den 3D-Druck-Entwicklern von Bionic mit kleinen und mittleren Unternehmen. Schwake setzt hier auf die Bildung eines Clusters, das durch eine Verknüpfung von Produktion, Forschung und Bildung der bedeutendste 3D-Druck-Standort in Norddeutschland werden sollte. Die Hansestadt habe mit ihrem attraktiven Umfeld und weitaus günstigeren Preisen als in Hamburg hier beste Chancen.

Die Christdemokraten wollen mit ihrer Initiative in der Stadt nicht nur ein innovatives und gründungsfreundliches Klima für ein solches Cluster schaffen, sondern leiten daraus auch konkrete Aufgaben für die Stadtpolitik ab. Politik und Verwaltung müssten die Gründerszene aktiv und aufgeschlossen begleiten. Passende Standorte sollten unter Einbeziehung von sozialen, ökologischen, infrastrukturellen und regionalen Aspekten sowie den Interessen der Bevölkerung ausgewiesen werden. Über die Landespolitik gelte es sicherzustellen, dass an der Leuphana ein 3D-Druck-Studiengang aufgebaut und eine eigene Professur etabliert wird.

Bestandteil der Initiative ist ein eigener Internetauftritt

Schwake setzt dabei auf die europäische Förderkulisse. Wenn die Wirtschaftsförderung diesen Ansatz bündele, ließen sich Mittel aus Brüssel anzapfen, verwies er auf die Regionalbeauftragte des Landes, Monika Scherf, die erst jüngst vor der CDU-Mittelstandsvereinigung darauf aufmerksam gemacht hatte, dass es der Region noch zu wenig gelinge, die hier bereitstehenden Fördermittel zu nutzen. Schwake: „Ich will, dass das Geld lieber nach Lüneburg geht als nach Oldenburg oder Göttingen.“

Bestandteil der Initiative ist ein eigener Internetauftritt. Unter www.3d-druck-lueneburg.de gibt es eine Übersicht über die Technologie selbst und die politischen Forderungen sowie über die Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft. Dazu gehören für die CDU zudem die Bereiche Bildung und Hobby. Mit dem FabLab im Gründerzentrum e.novum gibt es auch einen Raum für Technikbegeisterte. Carsten Edler und Peter Dreweling erläuterten auf dem HanseTreff die Technik, demonstrierten einzelne Drucker und auch deren Druckergebnis.

Von Marc Rath