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Für welche Speisen sich die Gastronomen entschieden, zeigten die TV-Macher natürlich noch nicht. Leon Dolle (stehend) bewirtete (v.l.) Hans-Heinrich Meier, Jan Philip Stöver, Antje Brendemühl und Axel Kaiser später vor den Kameras von Nils Ockelmann und Horst Krause. (Foto: Behns)

Red Grill greift nach dem Goldenen Teller

Lüneburg. Schmecken würde es ihm schon, wenn ihm am Ende des Wettbewerbs der Goldene Teller samt dem dazugehörigen Preisgeld in Höhe von 30 00 Euro überreicht würde, wenngleich sich Hotel-Manager Leon Dolle als Chef des Lüneburger Restaurants Red Grill noch keine Gedanken über die mögliche Verwendung gemacht hat: „Wir – drei Köche, vier Festangestellte, vier Aushilfen – sind ein Team. Und darüber entscheidet dann auch das Team.“ Das zum Hotel Altes Kaufhaus gehörende Restaurant ist bei der Doku-Soap „Mein Lokal, Dein Lokal – Wo schmeckt‘s am besten?“ mit dabei, wenn sich fünf Tage lang fünf Restaurants aus der Lüneburger Heide um den Titel streiten. Jetzt drehte die Produktionsfirma Good Times in Lüneburg, kabel eins strahlt den Wettstreit in etwa drei Monaten aus.

Das Prinzip ist einfach: Die Gastronomen sind an jedem Tag in einem anderen Restaurant zu Gast, jeder Gastronom bewertet das Lokal des jeweiligen Hausherren mit bis zu 10 Punkten. Es fließen viele Aspekte in die Bewertung ein: das Essen, das Preis-Leistungs-Verhältnis, das Ambiente, die Sauberkeit und der Service. Doch der Wettstreit findet unter schwierigen Bedingungen statt, denn die Konkurrenten bestellen à la carte, und im schlimmsten Fall ist das Lokal voll besetzt. Da kann der georderte Gaumenschmaus vielleicht schon ausverkauft und das Weinglas im Stress nicht perfekt gespült sein. Klar, dass die Topbewertung von zehn Punkten pro Tester bei solchen Nachlässigkeiten plötzlich in weite Ferne rückt.

Hoffen auf den Gourmet-Burger

Der Niederländer Leon Dolle, der vor drei Monaten nach Lüneburg kam und sich seither um die Gastro-Geschicke des Hotelkomplexes im alten Wasserviertel kümmert, wusste, dass er bei den à la carte-Bestellungen nichts Besonderes vorbereiten lassen konnte. Er hoffte allerdings, dass sich die Konkurrenz für das entscheiden würde, was ganz nach seinem Geschmack ist: „Gegrillte Riesengarnelen, die Suppe Bouillabaisse, den Gourmet-Burger und alle Steak-Varianten – und als Dessert unser hausgemachter New York-Cheesecake mit frischen Himbeeren und Crème Chantilly.“ Was die Gastronomen letztlich bei ihm orderten, bleibt bis zur Ausstrahlung im Juli ein gut gehütetes TV-Geheimnis. Natürlich ebenso wie das Punkteergebnis der einzelnen Teilnehmer, das in jeder Reihe noch durch Zusatzpunkte des Koch-Profis Mike Süsser aufgestockt wird.

In dem Lüneburger Restaurant nahmen folgende Konkurrenten Platz: Hans-Heinrich Meier vom Jägerkrug in Steimbke, Jan Philip Stöver vom Restaurant Henry‘s in Buchholz, Antje Bredemühl vom GUT Evening in Bardenhagen und Axel Kaiser vom Restaurant Rauchfang Oldenhöfel in Scheeßel.

Von Rainer Schubert