Dienstag , 17. September 2019
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Radweg Neetze
Zwischen Lüneburg und dem Nutzfelder Kreisel wird ein Radweg geplant. Baubeginn soll 2021 sein. Zwei weitere kurze Teilstücke sollen das Projekt ergänzen. (Foto: be)

Ein Anfang soll gemacht werden

Barendorf. Schon lange wünschen sich Radfahrer eine sichere Verbindung zwischen Neetze und Lüneburg. Zumindest für ein Teilstück der Strecke gibt es jetzt einen zeitlichen Horizont: Läuft alles nach Plan und stehen die Haushaltsmittel dann zur Verfügung, wäre ein Baubeginn 2021 möglich. Umgesetzt werden soll der Abschnitt von Lüneburg bis zum Nutzfelder Kreisel und von dort entlang der Kreisstraße 28 (Richtung Barendorf) bis zur Einmündung in Richtung Wendhausen. Insgesamt ist das eine Strecke von 2,4 Kilometern.

Im Rathaus der Samtgemeinde Ostheide in Barendorf berichteten Annette Padberg, Leiterin des Fachbereichs Planung bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr/Geschäftsbereich Lüneburg, sowie Projekt-Ingenieurin Jana Quickert und Thomas Käthner, Sachgebietsleiter Planung und Entwurf, über den Stand der Planungen. „Wir tun das im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung, auch um noch Hinweise und Anregungen aus der Bevölkerung aufzunehmen“, sagt Padberg.

Radwegekonzept wird abgearbeitet

Für die Radwege an Landesstraßen im Zuständigkeitsbereich des Geschäftsbereiches Lüneburg, das sind die Landkreise Lüneburg, Harburg, Uelzen und Lüchow Dannenberg, war 2016 vom Land Niedersachsen ein Radwegekonzept in Abstimmung mit Kommunen, Verkehrsbehörden und Polizei aufgestellt worden.

Der Radweg an der Landesstraße 221 zwischen Lüneburg und Nutzfelder Kreisel steht in dem Konzept unter zwölf Strecken an dritter Stelle hinsichtlich der Dringlichkeit. Die Weiterführung des Radweges an der L 221 vom Nutzfelder Kreisel bis nach Neetze ist allerdings nur im „weiteren Bedarf“ enthalten. „Es besteht also keine Möglichkeit, dieses Teilstück in absehbarer Zeit zu bauen“, erklärte Padberg gegenüber der LZ.

Geplant wird in der Landesbehörde deshalb zurzeit der Abschnitt zwischen Lüneburg und Nutzfelder Kreisel. Im Sommer soll die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens beim Landkreis Lüneburg beantragt werden. Bis Anfang 2020 wird der Planfeststellungsbeschluss erwartet. 2020 erfolgen dann die Ausführungsplanung, Grunderwerb und Bauvorbereitung.

Nach der Terminplanung wäre ein Baubeginn 2021 möglich. Vorausgesetzt, die Haushaltsmittel stehen zur Verfügung, erklärten die Vertreter der Landesbehörde in Barendorf.

Zwischen Kanal und Nutzfelder Kreisel

Der künftige Radweg beginnt von Lüneburg aus kommend östlich der Brücke über den Elbeseitenkanal und verläuft auf der Nordseite der L221 bis zum Nutzfelder Kreisel. Vom Kreisel wird der Radweg entlang der Kreisstraße28 bis zur Einmündung der Straße nach Wendhausen geführt. Dort endet der Radweg.

Radfahrer können von hier wie bisher die vorhandene Verbindung, nämlich zunächst die Kreisstraße, dann einen Wirtschaftsweg, über Wendhausen nach Neetze, nutzen. Vor dem Ortseingangsbereich Neetze ist auf einer Länge von rund 200 Metern der Bau eines Radwegs auf der Südseite der Landesstraße 221 geplant, um die Radfahrer sicher von dem einmündenden Wirtschaftsweg in den Ort zu führen.

Seit dem Sommer 2006 können Radler schon die knapp sieben Kilometer zwischen Neetze und Bleckede auf einem eigenen Weg, neben der Landesstraße 221, bequem und sicher nutzen. Zwischen Neetze und Lüneburg, einer Strecke von elf Kilometern, klafft aber weiter eine Lücke. Der Bau eines Radwegs von Lüneburg in Richtung Neetze war wegen fehlender Haushaltsmittel schon mehrfach verschoben worden.

Von Ingo Petersen