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Haushalt besser als erwartet

Lüneburg. Deutlich besser als bislang angenommen wird die Stadt Lüneburg ihr Haushaltsjahr 2018 abschließen. Mit einem Plus von 9,7 Millionen Euro im Ergebnishaushalt hat sich das Jahresergebnis zum Stichtag 31. März diesen Jahres gegenüber der Planung bei der Verabschiedung des Haushalts im Dezember 2017 nahezu vervierfacht. Damals ging Stadtkämmerin Gabriele Lukoschek lediglich von einem Plus von 2,6 Millionen Euro aus.

Zwar sind die Erträge um rund 10 Millionen Euro gesunken, doch konnte der Rückgang durch Einsparungen bei den Aufwendungen um rund 13 Millionen Euro mehr als ausgeglichen werden, wie Lukoschek in der jüngsten Ratssitzung berichtete. Als Gründe nannte Lukoschek eine „zurückhaltende Haushaltsbewirtschaftung“, der zugleich Mehrerträge von Bund und Land aus den Schlüsselzuweisungen und Gemeindeanteilen an der Einkommens- und Umsatzsteuer gegenüberstanden.

Positive Zuwächse im Finanzhaushalt

Auch bei den außerordentlichen Erträgen legte die Stadt deutlich zu, unter anderem durch weitere Grundstücksverkäufe. Dadurch konnten Mehreinnahmen in Höhe von 4,6 Millionen Euro erzielt werden, ursprünglich war nur eine Million Euro geplant.

Auch im Finanzhaushalt konnte Lukoschek positive Zuwächse vermelden. Hier kletterte das Ergebnis bei der Verwaltungstätigkeit von ursprünglich 7,9 Millionen Euro auf 13,1 Millionen Euro. Zugleich verringerten sich wegen geringerer Investitionen – nicht alle geplanten Maßnahmen haben laut Lukoschek umgesetzt werden können – die Ausgaben von 17 Millionen Euro auf lediglich 13,3 Millionen Euro. Parallel dazu entwickelte sich die Netto-Neuverschuldung, sie sank von 8,2 Millionen Euro auf 6,5 Millionen Euro.

Mädge sieht alle Ziele erreicht

Durch die positive Entwicklung verbesserte sich auch der Liquiditätssaldo, der sich jeweils direkt auf den Schuldenstand der Stadt auswirkt. Statt eines Minus von 783.000 Euro kann die Stadt nun auf ein Plus von knapp 5,3 Millionen Euro schauen.

Einen Anstieg gab es hingegen bei den langfristigen Schulden im investiven Bereich. Hier kletterte der Schuldenstand von 128 Millionen Euro auf 135 Millionen Euro, ausgelöst vor allem durch Maßnahmen im Bereich des Bildungsfonds I.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge zeigte sich erfreut über die positiven Zahlen: „Wir haben alle unsere Ziele erreicht.“

Das gute Ergebnis soll genutzt werden, um gemäß dem Zukunftsvertrag mit dem Land den Schuldenstand der Stadt weiter abzubauen.

Von Ulf Stüwe