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Kultusminister Grant Hendrik Tonne zeichnete für das Projekt EDU-Wildlife Dr. Nadine Hermann (Bildmitte)und Gesine Heinrich vom Schubz aus. Foto: fr

Doppelte Auszeichnung als Geburtstagsgeschenk

Lüneburg. Kultusminister Grant Hendrik Tonne kam persönlich zur Geburtstagsfeier des Umweltbildungszentrums Schubz. Zum 30. hatte er ein besonderes Geschenk dabei und überreichte gleich zweimal die Auszeichnung „Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“.

Tonne lobte das Schubz für seine innovativen Ideen. Ziel sei es, Schüler zu informieren und mit ihnen zu einer nachhaltigen und gerechten Welt beizutragen. Er forderte zu weiterem Engagement auf: „Jeder Einzelne hat Verantwortung und muss für Demokratie, Freiheit und Umweltschutz einstehen.“

Friedliches Zusammenleben mit Wölfen und Luchsen?

Die UN-Dekade von 2011 bis 2020 unterstützt den Erhalt der Tier- und Pflanzenwelt. In Deutschland steht der Projektwettbewerb im Mittelpunkt: Hier können sich Einzelpersonen, Initiativen oder Institutionen bewerben. Projekte, die sich besonders für den Schutz der biologischen Vielfalt einsetzen, werden als Projekt der UN-Dekade ausgezeichnet. „EDU-Wildlife“ und „Erlebnis Natur“ des Schubz gehören zu den Gewinnern. Beide richten sich an Schüler.

Bei „EDU-Wildlife“ geht es um den Umgang mit großen Wildtieren: Wie können Menschen mit Wölfen, Luchsen oder Bären friedlich zusammenleben? In Deutschland, vor allem in der Region Lüneburg, ist das ein Konfliktthema, weil Menschen im Zuge der Rückkehr des Wolfes Angst haben vor Attacken oder Viehverlusten. Darum klärt das Projekt Schüler mit sachlichen Informationen auf und setzt auf internationale Vernetzung: In Rumänien sind die Menschen die großen Tieren gewohnt – deshalb arbeiten deutsche und rumänische Schüler innerhalb des Projekts zusammen und tauschen sich virtuell über ihre Erfahrungen aus. Hinter dem Projekt stehen Dr. Nadine Hermann und Gesine Heinrich.

Spurensuche im heimischen Wald

Die Natur entdecken – das steht bei „Erlebnis Natur“ im Vordergrund. Beim Keschern oder bei der Spurensuche im Wald lernen Kinder von Experten. Ehrenamtliche Jäger und Angler kommen an Grundschulen und erklären spielerisch die Naturräume Niedersachsens. Dafür werden die Experten pädagogisch geschult und bekommen ein umfangreiches Ideenbuch mit Unterrichtsmaterialien. Mit Ausflügen in die Natur, einem Entdeckermobil und Erlebniskisten startet das Projekt mit den Schülern nach den Sommerferien. Die Auszeichnung ging an die Landesjägerschaft als Projektträger sowie an Projektleiter Dr. Frank Corleis, Leiter des Schubz.

Zum 30. Geburtstag gratulierten auch Stadträtin Pia Steinrücke, Karsten Behr von der Bingo Umweltstiftung, Jugendbotschafterin der UN-Dekade Chiara Knüpfer und der Vorsitzende des Schubz-Fördervereins Bernd Hufenreuter. Die Künstlerin Swantje Crone schenkte der Einrichtung ein Wimmelbild. Die nachhaltigen Schülerfirmen „VitaMinis“ und „FairSalzen“ versorgten die Gäste mit einem Mittagsimbiss, die Band „7 aus 79“ der Förderschule am Knieberg begleitete die Feier musikalisch.

Von Franziska Ruf