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In Brüssel waren v.l.n.r.: Philipp Köhler, Theo Frielinghaus, Luisa Schiffner, Dorothee Falkenberg, Tabea Zahlmann, Judith Holle, Lotte Grünau und Kim Stowasser vom Verein "Policy Lab". (Foto: privat)

Wie funktioniert eigentlich die EU?

Lüneburg/Brüssel. Die Europäische Union: so groß und bunt die Vielfalt ihrer Mitgliedsstaaten, so kompliziert die gemeinsame Koordination. Ein einzigartiges Projekt, so heißt es, dennoch bleibt die EU auch ein abstrakter Komplex und seltsam entfernt von der eigenen Lebensrealität. Was steht eigentlich hinter dem Ganzen? Um das herauszufinden und sich ein eigenes Bild von der derzeitigen Lage zu machen, reisen acht Studenten der Leuphana heute für vier Tage nach Brüssel.

Anlass des Besuchs ist die Europawahl am 26. Mai, gewählt wird ein neues EU-Parlament für die nächsten fünf Jahre. Das studentische Team ist überzeugt, dass europäische Politik in Zeiten von globalisiertem Handel, Internetkonzernen und Klimawandel nicht mehr wegzudenken ist. Gleichzeitig wird die Einheit durch die aktuellen Entwicklungen aber auch auf die Probe gestellt, so gibt es auch mehr und mehr „anti-europäische“ Stimmen. Daher sehen viele in dieser Wahl eine schicksalhafte Entscheidung, die Europas Zukunft stark beeinflussen wird.

Termine mit Parlamentariern und Lobby-Vetretern

Wie das politische Brüssel – Herz der EU und maßgeblicher Schauplatz europäischer Richtungsentscheidungen – auf die Europawahl blickt, wollen die Studenten vor Ort in Erfahrung bringen. Sie engagieren sich bei Policy Lab, einem Lüneburger Verein, der an der Leuphana ins Leben gerufen wurde und sich mit gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen auseinandersetzt. Ihr Tun umschreiben sie so: „Wir diskutieren aktuelle Themen, veranstalten Events, fördern den Austausch und wollen dafür begeistern, die Gesellschaft mitzugestalten. Deshalb steht für uns in den nächsten Wochen das Thema Europa im Zentrum unserer Arbeit.“

In der Brüsselfahrt sehen die jungen Frauen und Männer auch eine Möglichkeit, aus erster Hand mehr über Europa zu erfahren. So werden sie etwa etliche Menschen treffen, die im Spannungsfeld der EU leben und arbeiten. Termine mit Parlamentsabgeordneten stehen an, mit Mitarbeitern der Kommission, Lobbyvertretern und weiteren Personen, die ebenso gespannt auf die bevorstehende Wahl blicken.

Welche Rolle spielt Lüneburg in der EU?

Das Team hat sich vorgenommen, Brüssel, die EU und die Menschen hinter dem komplexen Geflecht der Europäischen Union kennen und besser verstehen zu lernen. Wie sieht ein Tag im Leben eines Abgeordneten aus? Wie funktioniert Lobbyarbeit und welche Rolle spielt Lüneburg in der EU? Und wie ist eigentlich die Stimmung vor Ort? Wie viel Hoffnung, Nervosität und vielleicht auch Angst findet man in Brüssel, so kurz vor der Europawahl? Wie stehen die Parlamentarier zur “Schicksalswahl Europa”?

In den Wochen vor der Wahl werden Berichte der Studenten in der Printausgabe und in den sozialen Netzwerken der Landeszeitung erscheinen.

Von Kim Stowasser