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Eisstadion Adendorf
Unter anderem das Eisstockschießen, hier versucht sich Eismeister Melvin Diekjobst, wird in Adendorf immer beliebter und spült mehr Geld in die Gemeindekassen. (Foto: phs)

Mehr Besucher und neue Angebote

Adendorf. Es ging um die Zahlen aus dem kalten Adendorfer Walter-Maack-Eisstadion – aber den Mitgliedern des Ratsausschusses für Kultur, Sport, Freizeit und Tourismus der Gemeinde Adendorf wurde bei diesen Zahlen warm ums Herz. Der Grund: Für eine große öffentliche Einrichtung war das Jahresergebnis 2018, das Fachbereichsleiter Holger Schölzel vorlegte, ungewöhnlich. Wäre nicht eine Heizungssanierung mit Kosten von rund 58 000 Euro notwendig gewesen, wäre die Gemeinde mit einem minimalen Jahresdefizit von 3500 Euro für den laufenden Betrieb davongekommen. Offiziell steht so in der Ergebnisrechnung ein Fehlbetrag von 61 500 Euro.

Deutlich besseres Ergebnis als in den meisten Jahren

Fehlbeträge von 50 000 bis 70 000 Euro hatte die Gemeinde Adendorf in den Vorjahren jeweils aus dem Eisstadion erwirtschaftet – auch ohne große Sanierungsmaßnahmen. Verschiedene Faktoren sorgten nun für das erfreuliche Ergebnis, in dem die laufenden Kosten, unter anderem auch für Personal, enthalten sind. Auch verschiedene Verbesserungsmaßnahmen, die ein Team von der Leuphana im Winter 2016/2017 in einer Studie erarbeitet hatte, hätten gefruchtet, so Schölzel.

So sorgen bessere Abläufe im Eingangsbereich für einen reibungsloseren Kassenbetrieb auch zu Stoßzeiten. Unter anderem auch das vermehrte Angebot von Lauflernkursen und das Vorhalten von Lauflernhilfen steigert die Attraktivität auch für Besucher, die bisher nicht auf dem Eis unterwegs waren.

Noch einmal eine Schippe draufgelegt

Kontinuierlich nach oben entwickeln sich die Besucherzahlen im Eisstadion, die allerdings nicht für das Kalenderjahr, sondern für die jeweilige Wintersaison erfasst werden. Von knapp 67 000 Besuchern in der Saison 2014/15 stieg die Zahl auf 76 300 in der Saison 2018/2019.

Damit einher gehen immer höhere Erträge aus Benutzungsgebühren – von knapp 280 000 Euro in der Saison 2014/2015 auf rund 373 000 Euro in der zurückliegenden Serie. Zum Eisstockschießen kamen 2018/2019 stolze 2743 Besucher, 2014/2015 waren es erst 1990.

Positiv seien auch die ersten Monate des laufenden Jahres gelaufen, gab Holger Schölzel einen Ausblick auf das Jahr 2019. „Da haben wir noch einmal eine Schippe draufgelegt und 30 000 Euro mehr erwirtschaftet als im Jahr zuvor. Mit dem Hallenflohmarkt des Bürgervereins und den „Modell-Truck-Tagen Nord“ sind auch schon zwei Events für die warme Jahreszeit gebucht.

Viel Lob aus der Politik

Lob für das Jahresergebnis gab es von den Ausschussmitgliedern. Etwa von Peter Bollmann (Grüne), der fragte: „Dass sich eine Eishalle so rechnet, ist doch selten?“ Oder von Christian Scholz (ABAE): „Es ist ungewöhnlich, dass eine große öffentliche Einrichtung ihre laufenden Kosten grob decken kann.“ Holger Schölzel ist überzeugt: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Klar ist allen Verantwortlichen aber: Umfangreiche Investitionsmaßnahmen, etwa am Dach, können die Bilanz schnell verhageln.

Adendorfer Becken füllen sich

Eismeister werden zu Schwimmmeistern

Während im Eisstadion am Scharnebecker Weg noch letzte Arbeiten laufen, um die Anlage „sommerfest“ zu machen, sind die Eismeister längst wieder zu Schwimmmeistern geworden. Sie bereiten das Freibad auf die Saison vor, die am Sonntag, 5. Mai, mit einem Familienfest beginnt. Seit einigen Tagen läuft Wasser ins 50-Meter-Becken, insgesamt werden vor Saisonbeginn noch 60 000 Euro in Unterhaltungsmaßnahmen investiert. 8500 Euro gibt der Förderverein „Baden in Adendorf“, davon ein Großteil aus der Sparkassenaktion „Das tut gut“.

Einen Kinoabend soll es auch dieses Jahr geben, außerdem zwei Langbadetage. Die Zahl der Aquafitnessangebote wird auf drei erhöht, Schwimmkurse für Kinder runden das Programm ab. Jahreskarten mit zehn Prozent Rabatt können über die Internetseite www.adendorf.de gebucht werden.

Von Ingo Petersen