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Er ist der Neue im Rosen-Team: Volkmar Leif Gilbert ist ab Folge 2886 zu sehen, die voraussichtlich am 16. Mai zu sehen ist. Foto: be

Mit dem Bonbon-Macher geht ein Traum in Erfüllung

Lüneburg. Von einer durchgehenden Fernsehrolle träumt Volkmar Leif Gilbert seit zwei, drei Jahren. Vor einigen Wochen kam die Anfrage, ob er Lust habe, die Rolle des Bonbon-Machers Laurenz in den Roten Rosen von Julian Brodacz zu übernehmen, der aus gesundheitlichen Gründen aus der Serie aussteigen musste – und einen Tag später informierte ihn seine Managerin, dass er den Job hat: „Ich hatte in dem Moment keine Ahnung, ob das Realität war – es war so unwirklich. Die Zusage kam an einem Freitag. Als ich am Wochenende nichts mehr hörte, dachte ich, Montag ruft jemand an und sagt, die Rolle habe jemand anders bekommen.“ Das passierte nicht, der Traum wurde wahr: „Das ist Neuland für mich.“

Seit etwas mehr als einem Monat dreht der aus Brandenburg stammende und in Berlin lebende 28-Jährige in Lüneburg: „Ich bin liebevoll von den Kollegen aufgenommen worden, alle sind offen und hilfsbreit“, lobt er die Atmosphäre am Set. Auch in Lüneburg selbst fühlt er sich wohl, war sogar schon mal hier: „Ich bekam mal einen Gutschein für eine kulinarische Stadtführung geschenkt, konnte mir die Stadt aussuchen. So entschied ich mich mit Freunden aus Hamburg für Lüneburg.“ Den Begriff Lüneburger Heide kannte er bereits als Kind: „In der Grundschule sollten wir mal eine Landschaft beschreiben. In einem Kalender meiner Mama gab‘s ein Bild von der Heide, dafür hatte ich mich entschieden.“

Schon am Gymnasium Theater gespielt

Die Liebe zum Theater entdeckte der Darsteller bereits zu Schulzeiten, war Mitglied der Theater AG am Gymnasium in Königs Wusterhausen, spielte in Stücken wie „Biedermann und die Brandstifter“, der Persiflage „Willi Tell“ und in experimentellen Projekten. „Als das Abi näher kam, dachte ich mir: Probier‘s einfach mal.“ Die Schauspielschule Charlottenburg nahm ihn sofort auf, sein Diplom bekam er 2012. Danach ging es Schlag auf Schlag: „Mein erstes Engagement hatte ich in Berlin an einem Kindertheater, es folgten Engagements in Stuttgart und Karlsruhe. Seit vier Jahren spiele ich am Boulevardtheater Dresden.“ Auch kleinere Fernsehrollen gab es.

Bammel vor dem Arbeitsprensum bei den Rosen, die täglich 48 sendefertige Minuten produzieren, hatte er nicht: „Am Theater haben wir viel Text zu lernen, haben längere Probezeiten. Hier geht jetzt alles viel schneller bei der Verarbeitung der Szenen. Das macht mir viel Spaß.“ Trotz des enormen Arbeitsaufwands bleibt ihm Zeit für seine Hobbys: „Ich koche gerne, schreibe Geschichten, spiele Waldhorn, gehe gerne spazieren und treffe mich mit Leuten.“ Dafür biete ihm Lüneburg das ideale Umfeld. Hier bleibt er noch bis zum Staffelende, die letzte Klappe fällt im August.

Volkmar Leif Gilbert ist übrigens nicht der erste Schauspieler, der bei den Rosen für einen Kollegen einspringt: 2012 übernahm Uta Kargel von Carola Schnell die Rolle der Fenja Winter, 2017 stieg Jonathan Beck für Paul Louis Pröve als Timo Saravakos ein. rast