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Den Vorstand der Verkehrswacht in Lüneburg bilden (v.l.) Burkhard Bisanz, Kathrin Kogel, Uwe Schröder, Prof. Dr. Peter Pez und Martin Schwanitz. Foto: privat

Elektroroller bereiten Sorgen

Lüneburg. Bei der Jahresversammlung der Verkehrswacht Lüneburg ist Burkhard Bisanz als stellvertretender Vorsitzender wiedergewählt worden. Kathrin Kogel von der Samtgemeinde Bardowick übernimmt die Geschäftsführung des Vereins für weitere zwei Jahre. Den Vorstand komplettieren Prof. Dr. Peter Pez als Vorsitzender, Uwe Schröder als Kassenwart und Martin Schwanitz als Beisitzer.

Neben den Wahlen waren die Verkehrserziehung und Radfahrausbildung an den Grundschulen ein zentrales Thema der Versammlung. Die vielen ehrenamtlichen Schulweglotsen im Landkreis wurden zu einem Kaffeetrinken mit gedanklichem Austausch eingeladen. Die Verkehrswacht will die Grundschulen in Stadt und Landkreis auch beim Thema sicherer Schulweg weiter unterstützen. 32 Schulen nutzten im vorigen Jahr den Verkehrsübungsplatz des Vereins auf den Sülzwiesen, auf dem die Kinder die gelernten Verkehrsregeln mit eigenen oder Leihrädern praktisch anwenden konnten. Dabei hat die Verkehrswacht beobachtet, dass die motorischen Fähigkeiten der Rad fahrenden Kinder tendenziell schlechter werden. Ein Gegenmittel könne das Verkehrsmobil der Verkehrswacht mit dem Fahrrad-Übungsparcours sein, das von vielen Kindergärten und Schulen ausgeliehen wird und mit dem die Motorik der Kinder beim Fahrradfahren trainiert werden kann.

Ohne Helm und ohne Mofa-Prüfbescheinigung

Verstärkt wurde ebenso die Präventionsarbeit bei den Senioren. Unter anderem werden mit dem Programm „Sicher mobil“ regelmäßig veränderte Verkehrsregeln und neue elektronische Helfer vorgestellt.

Der Vorstand erinnerte zudem an die Aktion Geisterradler, die vor dem gefährlich falschen und nicht erlaubten Fahren von Radfahrern auf der linken Seite warnt. Neben Aufklärung unter anderem durch Plakate an mehreren Stellen im Stadtgebiet gab es dazu eine Befragung, deren Ergebnisse anonymisiert der Stadtund der Polizei übergeben wurden.

Mit Sorge betrachtet die Verkehrswacht den Gesetzentwurf für Elektrokleinstfahrzeuge. Die Verordnung sehe vor, dass auch Zwölfjährige bis zu 12 km/h (doppelte Schrittgeschwindigkeit) schnelle Roller auf Gehwegen und in Fußgängerzonen fahren dürfen – ohne Helm und ohne Mofa-Prüfbescheinigung. Die Verkehrswacht befürchtet, dass dies zu Unfällen mit Fußgängern führen könne. lz