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Die Arena-Baustelle an der Lüner Rennbahn gegenüber dem Media-Markt. Foto: t&w

Zwangspause für den Arena-Bau

Lüneburg. Auf der Baustelle für die Arena Lüneburger Land wird es in den nächsten Wochen ruhig zugehen. Nur noch der Untergrund für die Nebenbereiche wie Küche, Umkleidetrakte und Eingangsbereich sollen gegossen werden. Danach ruhe das Baugeschehen bis voraussichtlich Juli, erklärten Landrat Manfred Nahrstedt (SPD) und Arena-Projektleiter Hans-Richard Maul am Donnerstagmittag unmittelbar nach der Sondersitzung des Kreisausausschusses im Gespräch mit der LZ.

Der Grund: Der Prüfstatiker hat umfangreiche Nachbesserungen bei der Hallenkonstruktion gefordert, da nach der Ausschreibung die Dachlast noch zweimal erhöht wurde. Ohne Freigabe des Statikers können die Teile jedoch nicht gefertigt werden – und deren Lieferzeit beträgt dann rund 35 Werktage.

Die Zwangspause will die Kreisverwaltung jetzt nutzen, um die zahlreichen offenen Fragen aus der Kreispolitik zu beantworten. Erste Konsequenzen gibt es bereits nach der Sondersitzung. So beschloss der Kreisausschuss einstimmig, dass der Bauleiter des Architekturbüros ausgetauscht werden soll. Projektleiter Maul soll intensiv ausloten, wo bei dem Hallenbau noch gespart werden kann. Zudem wird der Landkreis überprüfen, wie es zu den teils offenbar gravierenden Abweichungen zwischen Planung und Ausschreibung gekommen ist. Mit Hilfe eines Fachanwaltes soll hier auch mit einzelnen Vertragspartnern nachverhandelt werden. „Wir werden bei allen Gewerken prüfen, welche Einsparungen noch erzielt werden können“, erklärte Maul.

Antrag auf Baustopp wurde in dem Gremium nicht mehr gestellt

Neue Aufträge werden künftig nur vergeben, wenn die Politik ihr Okay gegeben hat. Außerdem soll mit dem künftigen Betreiber nochmals ausgelotet werden, in welchem Umfang Großveranstaltungen in der Arena realistisch sind.

Ein Antrag auf Baustopp wurde in dem Gremium nicht mehr gestellt, zeigte sich Nahrstedt erleichtert. Dieser hätte weitreichende rechtliche Konsequenzen bis hin zu Schadensersatzforderungen. Die CDU-Fraktion hatte gefordert, dass der Bau ruhen sollte, bis die offenen Fragen aus der Kreispolitik geklärt sind. Bei dieser Variante würden keine Regressforderungen für schon vergebene Aufträge anfallen. Über diesen Antrag wird der Kreisausschuss nunmehr am 29. April entscheiden. De facto ruht die Baustelle bis dahin ohnehin und die Betonstützen für die Betonstützen können erst beauftragt werden, wenn die Anforderungen des Prüfstatikers erfüllt sind.

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Von Marc Rath