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Daniela Behns (r.) zeigt den Fans die Produktion. Foto: Wabnitz
Daniela Behns (r.) zeigt den Fans die Produktion. Foto: Wabnitz

Blick hinter die Kulissen

Lüneburg. Einmal das Studio besuchen, mit den Schauspielern plaudern und vielleicht sogar bei Dreharbeiten zuschauen – ein Traum vieler Serienfans. Mit der Aktion „Wünsch Dir Deinen NDR“ macht der Sender solche Träume wahr. Für acht Teilnehmer gab es jetzt die Möglichkeit, einen Tag im Lüneburger Studio der „Rote Rosen“ zu verbringen.

„Ich verfolge die Serie seit neun Jahren, habe sie zum ersten Mal gesehen, als ich im Krankenhaus war“, erzählt eine Gewinnerin, die noch am Morgen aus Hannover angereist ist. „Inzwischen ist sie aus meinem Alltag gar nicht mehr wegzudenken.“ Die Serie sei eine gute Möglichkeit, um zwischendurch zur Ruhe zu kommen.

Das findet man nicht oft im Fernsehen

Die Serie erzähle „Sachen aus dem Leben“, das sei etwas ganz Besonderes: „Ich selbst bin über 50. Es bedeutet mir sehr viel, dass die Figuren ähnliche Probleme wie ich haben. Das findet man nicht oft im Fernsehen.“

Als Maria Fuchs, seit elf Jahren dabei, auf die Fans zukommt, ist die Freude groß. Schon entsteht eine lockere Unterhaltung über die Dreharbeiten und das Erkanntwerden auf der Straße. Auch Lob gibt es von Seiten der Besucherinnen: Die Figur der Karla sei einer der Hauptgründe, warum sie die Serie so ins Herz geschlossen habe, erzählt eine. Wie es weitergeht, gibt die Schauspielerin zwar nicht preis, aber sie beantwortet bereitwillig alle Fragen zu ihrem Beruf.

Produktions-Pressesprecherin Daniela Behns führt die Runde dann durch das Set. Einige Zimmer erkennen die Fans sofort, bei anderen müssen sie länger überlegen, wo sie in der Serie Einsatz finden. „Es sieht alles etwas unfertig aus“, sagt jemand überrascht. „Als würde man durch einen IKEA laufen.“

Nach drei „Takes“ ist die Szene endgültig im Kasten

Dass die Szenen am berühmten „Salzmarkt“ ebenfalls drinnen gedreht werden, löst bei der Gruppe wohl am meisten Erstaunen aus. Genau dort läuft auch gerade die Kamera, sodass die Gäste die Schauspieler live in Aktion sehen können. Nachdem die Szene nach nur drei „Takes“ abgedreht ist, geht ein kollektives Ausatmen durch den Raum. Für die Fans ist der mitgehörte Dialog interessant, schon wird spekuliert, was einzelne Sätze wohl für die Figuren bedeuten könnten. Da die Dreharbeiten der Ausstrahlung etwa zwölf Wochen voraus sind, wird es noch eine Weile dauern, bis sie das herausfinden können.

Bei der Führung darf die Gruppe sogar Kulissen sehen, zu denen sonst selten Zutritt erlaubt ist, auch gibt es Abstecher in das Requisitenlager und die Garderobe. „Diese Tour bieten wir ein Mal im Jahr an“, sagt Hauke Sievers, Verantwortlicher für die Organisation. „Es geht auch immer alles gut, wenn beim Dreh ein Handy klingelt, ist das auch nicht weiter schlimm. Das passiert der Crew auch ab und an.“ Heute läuft jedoch alles glatt, nur ein Mal ist das Summen eines Telefons zu hören.

Viel Lob, nicht nur für die Darsteller

Zum Ende hin ist der Wissensdurst der Besucherinnen fürs Erste gestillt, es gibt viel Lob, nicht nur für die Darsteller. Daniela Behns sagt: „Es ist schön, wenn die Helfer hinter der Kamera auch die Anerkennung von Seiten der Zuschauer zu spüren bekommen.“ Komparse zum Beispiel könne theoretisch jeder werden, der Lust hat: „Einfach per E-Mail eine kurze Bewerbung schicken, dann senden wir ein Anmeldeformular zurück.“

Der Tag habe sich auf jeden Fall gelohnt, da sind sich alle Gewinnerinnen der Aktion am Ende einig.

Von Josephine Wabnitz