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Die Herberge hatte Anwohner zunächst nicht über ihre Pläne unterrichtet. Es gab Protest. Foto: A/be

Außenstelle der Herberge eröffnet

Lüneburg. In die Außenstelle der Herberge an der Baumstraße sollen im Mai die ersten Bewohner einziehen. Zunächst gehe man von acht Mietern aus, sagt der Geschäftsführer des Trägervereins Lebensraum Diakonie, Michael Elsner. Insgesamt stehen dort 15 Plätze zur Verfügung.

Es sei bei der Sanierung des Hauses und den Umbauten zu Verzögerungen gekommen. Maximal ein Drittel der Plätze solle mit Menschen belegt werden, die man „ordnungsrechtlich“ unterbringen müsse, denen also akute Wohnungsnot droht. Der Wunsch: Auch Studenten ziehen dort ein.

Nachbarn sehen ihre Straße schon jetzt als belastet

Wie berichtet, hatte die Herberge Anwohner zunächst nicht über ihre Pläne unterrichtet. Es gab Protest: Nachbarn sehen ihre Straße schon jetzt als belastet, da bereits in drei Häusern Menschen aus der Klientel der Herberge leben, überdies befinde sich ein Bordell an dem Teil der Straße zwischen Bardowicker Straße und Im Wendischen Dorfe. Es gab im Gemeindehaus von St. Nicolai mehrere von Pastor Eckhard Oldenburg moderierte Gesprächsrunden mit der Stadt, die die Entwicklung ebenfalls kritisch sah, mit Elsner und einer Bürgerinitiative. Nun soll sich ein Beirat bilden, der das Projekt weiter begleitet.

Elsner berichtet, dass noch Fragen zu klären seien. Anwohner wünschen sich, dass die Kirche im Gremium vertreten ist. Oldenburg betont, generell könne er sich das vorstellen, aber es müsse umrissen werden, wie sich die Beteiligten die Rolle der Gemeinde wünschen. Zudem müsse der Kirchenvorstand grünes Licht geben. ca

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