Mittwoch , 18. September 2019
Aktuell
Home | Lokales | Wenn die Tagesmutter plötzlich mal krank ist
Foto: A/t&w

Wenn die Tagesmutter plötzlich mal krank ist

Lüneburg. Mit einer festen Vertretungsregelung bekommen Eltern nun Klarheit: Fällt eine Tagesmutter oder ein Tagesvater beispielsweise wegen Krankheit vorübergehend aus, sollen die Kinder trotzdem zuverlässig betreut werden. Dafür sorgen nach den Sommerferien drei verschiedene Vertretungsmodelle, auf die sich Stadt und Landkreis Lüneburg verständigt haben. Sie wurden im jüngsten Jugendhilfeausschuss des Kreistages vorgestellt.

„Es gibt zwei Varianten, die sich besonders für Menschen aus dem Kreisgebiet eignen“, erklärt Ines Benne, Leiterin des Fachdienstes Jugendhilfe und Sport beim Landkreis Lüneburg. „Zum einen gibt es feste Vertretungskräfte. Sie springen immer dann ein, wenn die eigentlichen Tageseltern krankheitsbedingt verhindert sind, und kommen in die gewohnten Räumlichkeiten.“ Hier ist geplant, mit einer Modellregion zu beginnen.

Gruppe darf nur aus maximal fünf Kindern bestehen

Die zweite Möglichkeit greift auf reguläre Tagesmütter und -väter zurück. Mit ihnen setzt sich die erkrankte Person in Verbindung, um so selbstständig die Vertretung zu organisieren. Die einspringende Tagespflegekraft kann zusätzliche Kinder aufnehmen, allerdings darf die Gruppe nur aus maximal fünf Kindern bestehen. „Egal ob Variante eins oder zwei – die Ersatzkräfte sind sowohl den Kindern als auch den Eltern bereits bekannt“, versichert Ines Benne. „Dafür sorgen regelmäßige Kennenlern-Treffen beziehungsweise Gespräche im Vorfeld.“ Sind alle Beteiligten mit der vorgeschlagenen Lösung einverstanden, wenden sich die Erziehungsberechtigen an die Jugendhilfe des Landkreises. Dort werden abschließend Betreuungszeitraum und -nachweis besprochen.

Für Eltern, die in der Stadt Lüneburg wohnen, bietet sich mit einem Vertretungsstützpunkt eine dritte Möglichkeit an. Dabei stellt eine externe Kindertagesstätte Räume zur Verfügung. „Mit dieser Regelung bieten wir allen Beteiligten einen festen Fahrplan und eine verlässliche Betreuung“, erklärt die Fachdienstleiterin. lz