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Die Lüneburger Bereitschaftspolizei hat gemeinsam mit DRK und ASB für den Ernstfall trainiert. (Foto: Polizei)

Polizeiübung in der Körner-Kaserne: Gewappnet gegen den Terror

Lüneburg. Der Tag der offenen Tür bei der Bundeswehr wird zu einem Horrorszenario: Terroristen schießen um sich, Tote und Verletzte. Es würde dauern, bis Spezialkräfte der Polizei aus Hannover vor Ort sind. Also müssen „normale“ Polizisten in die Theodor-Körner-Kaserne ausrücken und versuchen, den Menschen zu helfen und die Angreifer zu überwältigen. Das war am Donnerstag Ausgangslage einer Übung für rund 90 Beamte der Lüneburger Bereitschaftspolizei. Anwohner bekamen das hinter den Zäunen der Kaserne laufende Szenario mit, weil auch ein Hubschrauber im Einsatz war und längere Zeit kreiste.

Einheitsführer Thomas Illgner sagt: „Wir müssen immer damit rechnen, dass unsere Kollegen robust vorgehen müssen. Die Bereitschaftspolizei ist vor Ort, deshalb wird sie dazugezogen.“ Das sei beispielsweise vor dreieinhalb Jahren zu beobachten gewesen, als ein Fußball-Länderspiel in Hannover wegen einer Terrorwarnung abgesagt wurde. Und natürlich haben die Polizisten auch die aktuellen Geschehnisse aus Sri Lanka im Kopf. So wie die Bereitschaftspolizisten übt auch der Einsatz- und Streifendienst, auf plötzliche Herausforderungen zu reagieren etwa einen Amoklauf in einer Schule – einfache Beamte sind in der Regel als erste vor Ort.

In der TKK hatten Illgner und seine Kollegen auch die Rettungsdienste DRK und ASB beteiligt, um die Übergabe und Versorgung von Verletzten zu proben. 50 Bereitschaftspolizisten aus Hannover schlüpften in die Rollen von Tätern und Opfern, um für möglichst realistische Bedingungen zu sorgen. Am Ende war Illgner zufrieden: „Ich war beeindruckt von dem guten Trainingsstand der Kollegen. Sie haben unter den besonderen Umständen einer solchen Übungslage professionell, sicher und besonnen gehandelt.“

In Niedersachsen gibt es sieben Hundertschaften der Bereitschaftspolizei sowie eine technische Einheit. Insgesamt beschäftigt das Land in diesem Bereich gut 1100 Mitarbeiter. ca