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Hans-Georg Kruse, Andreas Constien, Hans-Joachim Waldschmidt und Ortsbrandmeister Winfried Tödter freuen sich auf den 34. Feuerwehrmarsch. Foto: bau

Am Hochseil über die Luhe

Oldendorf/Luhe. Der Feuerwehrmarsch der Freiwilligen Feuerwehr Oldendorf/Luhe gehört für die Wehren in der Samtgemeinde Amelinghausen und in den anliegenden Landkreisen zu einer der beliebtesten Wettkampfveranstaltungen. An die 50 Mannschaften haben ihr Kommen für die 34. Auflage am Sonntag, 5. Mai, zugesagt. „Wir freuen uns auf einen tollen Wettbewerb“, sagt Oldendorfs Ortsbrandmeister Winfried Tödter.

Die Feuerwehrkameraden müssen auf ihrem etwa neun Kilometer langen Fußmarsch rund um das Dorf an zehn Stationen Aufgaben verschiedenster Art erfüllen. Eine davon ist für alle Teilnehmer eine besondere Herausforderung und für manche ein wahrer Hochseilakt: die Überquerung der Luhe in Wohlenbüttel am Hof Stegen. Seit 25 Jahren gibt es diese Aufgabe.

„Da haben wir einige Tricks von ihm gelernt“

Hans-Joachim Waldschmidt hat sie 1994 ausgearbeitet. Seitdem ist der 75-Jährige auch alljährlich an der Station tätig und nimmt die Prüfung ab. Waldschmidt ist seit 1992 bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Der gelernte Schmied war zudem 30 Jahre lang als Panzerjäger bei der Bundeswehr im Einsatz. Von daher sind Flussüberquerungen für den ehemaligen Stabsfeldwebel nicht unbekannt. „Hier trennt sich oft die Spreu vom Weizen“, sagt er lachend.

Für Hans-Joachim Waldschmidt wird es am Sonntag der letzte Einsatz sein. Er geht in den „Ruhestand“. Seine Aufgabe übernehmen zukünftig Olaf Bartels und Andreas Constien. Die beiden haben Waldschmidt in den vergangenen drei Jahren bereits tatkräftig beim Aufbau der Station unterstützt, „Da haben wir einige Tricks von ihm gelernt“, sagt Andreas Constien lachend. Er ist seit 1986 in der Feuerwehr und hat schon verschiedenste Positionen besetzt – vom Gruppenführer bis zum stellvertretenden Ortsbrandmeister.

Mehr als 100 Personen sind im Einsatz

Auch die beteiligten Feuerwehren haben großen Spaß an der Hochseil-Aufgabe. Im vergangenen Jahr wurde die Station sogar an die Feuerwehr Putensen ausgeliehen. „Die hatten den Jugendfeuerwehrmarsch der Samtgemeinde Salzhausen organisiert und uns gebeten, sie mit der Luhe-Überquerung zu unterstützen“, sagt Winfried Tödter.

Unterstützt werden die 44 Aktiven der Feuerwehr bei der Ausrichtung ihrer Veranstaltung von weiteren freiwilligen Helfern. Mehr als 100 Personen sind im Einsatz. In Neu Oldendorf bauen Einwohner sogar eine eigene Prüfungsstation für die Feuerwehrkameraden auf. „Diese tolle Unterstützung durch unsere Dorfgemeinschaft freut uns sehr“, sagt Tödter. bau

Programm

Start ist um 9 Uhr

Der 34. Feuerwehrmarsch beginnt um 9 Uhr. Start und Ziel ist das Feuerwehrgerätehaus in Oldendorf/Luhe, Auf dem Rießel. Für jede an den zehn Stationen gelöste Aufgabe gibt es Punkte. Die Jugendgruppen müssen die gleichen Aufgaben lösen wie die aktiven Wehren. Die Siegerehrung ist am Sonntag gegen 17 Uhr.