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Frederic Richter ist neuer Pastor in St. Dionys, zuständig für das Seelenheil in sechs Dörfern. Foto: t&w

Neuer Pastor für sechs Dörfer

St. Dionys. Frederic Richter ist neuer Pastor in der Kirchengemeinde St. Dionys. Der 29-Jährige ist einer der jungen Theologen in der Landeskirche Hannover, die in den ersten Monaten dieses Jahres von Landessuperintendent Dieter Rathing feierlich zu Pastoren ernannt wurden und die damit ihre erste Pfarrstelle in ihrem Berufsleben übernommen haben. „Noch befinde ich mich in der Kennenlernphase, habe aber schon in viele neue und freundliche Gesichter geschaut. Es ist richtig Leben mit vielen Aktivitäten in der Gemeinde“, fasst er seine ersten Eindrücke zusammen.

Als einziger Pastor der Kirchengemeinde St. Dionys, in der Seelsorge unterstützt von Diakonin Ilka Tatge, ist Frederic Richter für die Menschen in sechs Dörfern zuständig: Barum, Brietlingen, Bütlingen, Horburg, Lüdershausen, St. Dionys. „Es ist ländlich und zum Teil traditionell, aber dennoch befindet sich die Gemeinde in einem fortwährenden Wandel durch den Zuzug aus Hamburg, vor allem nach Brietlingen“, sagt Frederic Richter. Das mache für ihn die Arbeit dementsprechend spannend und auch abwechslungsreich. „Mein Ziel ist es, junge Familien anzusprechen und für die Kirchengemeinde zu gewinnen“, so der Pastor.

„Die Glocken beim Einschlafen hören“

Ebenfalls als junge Familie sind er und seine Frau Nadine, eine Bankfachwirtin, mit dem gemeinsamen zehn Monate alten Sohn nach St. Dionys ins Pfarrhaus gezogen. „Es ist herrlich, aus dem Fenster kann ich direkt auf unsere wunderschöne und einladend wirkende Kirche schauen und die Glocken beim Einschlafen hören“, schwärmt er von dem neuen Zuhause. Das Leben auf dem Land kennt Frederic Richter von Kindesbeinen an. Aufgewachsen ist er in dem kleinen Dorf Gehrdau im Kreis Uelzen. Nach dem Abitur 2008 in Alfeld (Leine) studierte er zunächst Religion und Physik für das Lehramt, wechselte ein Jahr später in das Fach Evangelische Theologie. Studienorte waren neben Hamburg auch Greifswald und Göttingen.

Dem Ersten Examen folgte das Vikariat in Rosengarten im Kreis Harburg. Für hervorragende Studienleistungen wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Studienpreis des Klosters Loccum. „Eigentlich wollte ich zuerst Lehrer für Physik und Religion werden, habe dann aber während des Studiums festgestellt, dass mir die Gemeindearbeit und Seelsorge mehr liegen, ich so die Möglichkeit habe, konzentrierter über den Glauben nachzudenken“, erzählt er. In Gottesdiensten mag er traditionell Bewährtes. „Doch es schlagen zwei Herzen in meiner Brust, denn ebenso finde ich populäre Musik im Gottesdienst toll.“

Fußball ist eine Leidenschaft

In seiner Freizeit ist der Theologe sportbegeistert durch und durch. Fußball ist eine Leidenschaft. Oder besser: „Als Fan von Hannover 96 bin ich recht leidensfähig.“ Auch für Basketball schlägt sein Herz, vor allem für die NBA, die nordamerikanische Basketball-Profiliga. Daher findet er es schade, dass mit Dirk Nowitzki ein im doppelten Wortsinn ganz großer Spieler die Karriere beendet. „Die Boston Celtics sind mein favorisiertes Team in der Liga.“

Für die weitere Kennenlernphase gibt es somit über die alltäglichen oder auch theologischen Fragen hinaus auch für Sportfans in der Kirchengemeinde jede Menge weitere weltliche Gesprächsthemen mit dem neuen Pastor.

Von Stefan Bohlmann