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Für Erika Romberg ist Thomasburg das liebste Ziel im Landkreis – „für einen kleinen Spaziergang, der mich über die Felder, durch einen kleinen Wald und an einem Bach entlang führt“. Foto: t&w

Nicht jammern, machen!

Was bedeutet für Sie Heimat?
Heimat bedeutet für mich, dass ich mich zuhause fühle. Dazu gehört das solidarische Miteinander in der Familie, mit den Nachbarn un d in der Region.

Lassen Sie einmal Ihre Fantasie schweifen. Wie würde Ihr idealer Landkreis aussehen?
Der Landkreis Lüneburg ist mit seiner Vielseitigkeit von alt-ehrwürdiger Stadt mit junger Universität und der Weite des Landkreises mit kleinen Ortschaften, den Elbtalauen und den alten Bauernhöfen bezaubernd schön. Eine gute Voraussetzung für den idealen Kreis. Der ideale Landkreis ist schön, agil und sozial.

Welchen Teil dieses Traums werden Sie verwirklichen können, wenn Sie Landrätin sind?
Der Traum einer effizienten Landkreisverwaltung mit transparenter Entscheidungsfindung, Lüneburg auf dem Weg zum klimaneutralen Landkreis und landkreisweite Mobilität voranbringen.

Was schätzen Sie an einem Menschen im Besonderen?
Den Augenkontakt und Lächeln. Gesprächsbereitschaft, offene Nachdenklichkeit, und schließlich: durchdachtes Handeln!

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?
Wenn die Sonne scheint mit einer leichten Brise beim Windsurfen. Wenn es draußen ungemütlich ist, lese ich gern, was ich schon immer lesen wollte.

Was ist das Verrückteste, das Sie je gemacht haben?
Mein Auftritt als Prostituierte in der Hamburger Bürgerschaft, weil ein Antrag vorlag, die Prostituierten aus St. Georg zu vertreiben. Meine Rede war damit so gut wie gehalten.

Sind Sie auch manchmal politikverdrossen? Warum?
Nein.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
Machandel von Regina Scheer.

Ihre Lieblingsspeise?
Im Sommer: Joghurt mit Obstsalat. Im Winter: Kürbissuppe mit Ingwer.

Welches Ereignis hat Sie ganz besonders geprägt?
Tschernobyl.

Von wem haben Sie am meisten gelernt?
Von meinen Eltern und meinen fünf Geschwistern.

Welche Musik hören Sie gerne?
Rockmusik aus den 70ern und Queen.

Ihr Lieblingsfilm?
Am liebsten sehe ich zurzeit Die Anstalt.

Was ist Ihre schönste Kindheitserinnerung?
Im Kirschbaum sitzen und Kirschen essen.

Ihr liebstes Reiseziel?
Im Sommer: die kleine Bucht San Francesc an der Costa Brava. Im Winter: ein kuscheliger Platz in der Sauna.
Wann und wohin sind Sie nach dem Mauerfall im Jahr 1989 zunächst in die damalige DDR gefahren?
Nach Stendal auf die Baustelle des AKW.

Welches ist die beeindruckendste Person, die Sie je getroffen haben?
Der ehemalige Umweltminister Klaus Töpfer.

Als Sie das erste Mal wählen durften (wann war das, bei welcher Wahl), für wen haben Sie sich entschieden?
1975, Landtagswahlen in NRW. Wen ich wählte, verrate ich nicht, aber ich wurde von meinem großen Bruder fast aus dem Haus geworfen …

Warum sollten sich junge Menschen heute aus Ihrer Sicht in der Kommunalpolitik engagieren?
Grundsätzlich sollten sich Menschen jeden Alters in der Kommunalpolitik engagieren. In der Kommunalpolitik, wo Entscheidungen für das konkrete Umfeld getroffen werden, beteiligen sich heute überwiegend ältere Menschen. Junge Menschen haben oft konkrete Anliegen, die Ältere gar nicht (mehr oder noch nicht) im Blick haben. Deswegen wäre es gut, wenn Jugendliche sich in der Kommunalpolitik engagieren, zum Beispiel um freies WLAN an den Haltestellen, kostenlosen Öffentlicher Personen-Nahverkehr oder Musikübungsräume zu fordern und die Umsetzung zu unterstützen.

Nach welchem Motto leben Sie?
Nicht jammern, machen! Es gibt immer eine gute Lösung!

Zur Person: Erika Romberg

Vom Rhein an die Elbe und weiter an die Spree

Geboren: 1957, in Bad Honnef am Rhein, verheiratet, zwei Kinder (26 und 19 Jahre alt).

Beruf: leitende Angestellte im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung.

Wichtige berufliche Stationen: Baubehörde in Hamburg, Baustadträtin in Kreuzberg, Staatssekretärin im Berliner Senat, Partnerin einer Berliner Unternehmensberatung.

Parteimitgliedschaft: Seit 1986, eingetreten bei der GAL Hamburg, jetzt Bündnis 90/Die Grünen.

Ich kandidiere als Landrätin, weil ich den Landkreis mit seiner Vielfalt der Gemeinden und nicht zuletzt wegen seiner jungen Universität mit den Nachhaltigkeitsthemen auf seinem Weg in die Klimaneutralität mit meinen Erfahrungen und Elan unterstützen und gleichzeitig die solidarische Gesellschaft stärken möchte.

Die LZ lädt zum Wahlforum mit den vier Landratskandidaten am Montag, 6. Mai, um 19 Uhr, Domäne Scharnebeck.

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