Dienstag , 17. September 2019
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Für die Sanierung des Haupthauses des Gasthauses Flindt mit seinen sieben Wohnungen inklusive des gastronomischen Bereichs hat die Gemeinde Barum den Bauantrag beim Kreis gestellt. (Foto: dth)

Rat Barum zurrt Umbau des Haupthauses fest

Barum. Schon bald rücken Handwerker an und beginnen mit dem Umbau des Festsaals im ehemaligen Gasthaus Flindt in Barum. „Die Gemeinde hat die ersten Gewerke ausgeschrieben, in Kürze können somit die Arbeiten losgehen“, sagt Barums Bürgermeister Dr. Joachim Schwerdtfeger. Unterdessen wurde die alte Kegelbahn bereits abgerissen. Doch das ist nicht die einzige Neuigkeit, die er vom Projekt Gasthaus Flindt zu berichten hat. Auch für die Sanierung des Haupthauses mit seinen sieben Wohnungen inklusive des gastronomischen Bereichs hat die Gemeinde den ersten Schritt getan. „Der Bauantrag liegt beim Landkreis Lüneburg zur Genehmigung vor“, so der Bürgermeister.

Zudem hat der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung im Etat für das laufende Jahr die Finanzierung für den Umbau festgezurrt und 2,1 Millionen Euro für das Vorhaben in den Ergebnishaushalt eingestellt. Zum Gemeindeanteil kommen vom Land Niedersachsen 844 000 Euro als Förderung aus dem Dorferneuerungsprogramm, weitere 500 000 Euro fließen aus dem Förderprogramm für den Umbau des Festsaals, bei einem Eigenanteil von einer Million Euro der Kommune.

Rat erwartet mehr Unterstützung vom Land

„Die Gemeinde steht finanziell solide da“, betont Schwerdtfeger. So weist der aktuelle Ergebnishaushalt ein Plus von rund 40 000 Euro aus, die ihm zufolge in die Rücklage wandern. 141 000 Euro waren es sogar vor zwei Jahren. „Der Rat hat den Jahresabschluss 2017 und die Entlastung meines Vorgängers Torsten Rödenbeck daher einstimmig beschlossen“, sagt er. Bei aller Genugtuung über die positive finanzielle Situation, so schmerzt die Kommune doch das Minus von 33 000 Euro im Budget des Kindergartens im Vergleich zum Vorjahr.

„Ursache hierfür ist der Wegfall der Elternbeiträge. Wir als Rat erwarten mehr finanzielle Unterstützung vom Land. Denn wer die Musik bestellt, soll sie auch zahlen“, kritisiert Schwerdtfeger, dass die Kommunen auf einem beträchtlichen Teil der Kosten sitzenbleiben aufgrund der von der rot-schwarzen Landesregierung eingeführten Beitragsfreiheit in niedersächsischen Kindergärten.

Das ehemalige Gasthaus Flindt an der Alten Dorfstraße, das die Gemeinde erworben hatte, soll für Wohn- und Fremdenverkehrszwecke sowie Gastronomie umgebaut und erneuert werden. „Ich bin froh, dass die Mehrheit für das Projekt im Rat nach wie vor steht. Denn es ist wichtig, dass wir das Vorhaben mit einer stabilen Mehrheit realisieren“, kommentiert Schwerdtfeger das Abstimmungsverhalten bei der jüngsten Ratssitzung.

„Das ist sinnvoll, was wir machen.“

Mit sieben zu drei Stimmen votierten die Kommunalpolitiker jetzt für den Umbau des Haupthauses. „Die Gemeinde wird die Wohnungen nach der Sanierung vermieten.“ Und für den gastronomischen Betrieb werde sie in den kommenden Monaten die Suche nach einem Pächter starten.

„Da die Alte Dorfstraße ebenfalls im Zuge der Dorferneuerung neu gestaltet wird, stellt sich das gesamte Ensemble später dann zusammen mit dem Gasthaus Flindt als schick dar, und Barum erhält somit ein schönes Ortszentrum“, lobt der Bürgermeister den Reigen aller Umgestaltungen. „Das ist sinnvoll, was wir machen.“

Von Stefan Bohlmann