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Grundsteinlegung für das neue Bürger-und Kulturhaus in Dahlenburg, (v.l.) Gemeindedirektor Christoph Maltzan, Bürgermeisterin Christine Haut und Architektin Uta Kraacke. (Foto: kre)

Bei aller Wehmut Grund zur Freude

Dahlenburg. Das war ein Termin, der allen Beteiligten sichtlich Spaß machte – nicht nur des sonnigen Wetters wegen. Denn es geht voran auf der Baustelle im Dorn – dort, wo früher das Schützenhaus stand und jetzt das neue Bürger- und Kulturhaus entsteht. Kleiner als das alte Gebäude, aber für die Zukunft geplant. „Die heutige Grundsteinlegung des Bürger- und Kulturhauses ist ein Ereignis, das bei aller Wehmut und bei allem Unverständnis über den Abriss des alten Gebäudes Grund zur Freude bietet“, betonte denn auch Bürgermeisterin Christine Haut (CDU), fügte aber hinzu: „Im Herzen und in Gedanken wird auch das neue Gebäude immer das Schützenhaus bleiben.“

„Bis zur Grundsteinlegung war es ein langer Weg“, erinnerte Architektin Uta Kraacke – so manche bürokratische und auch emotionale Hürde habe überwunden werden müssen. Doch das sei jetzt Geschichte – und Landrat Manfred Nahrstedt (SPD) spürte gar so etwas wie Aufbruchstimmung: Man habe auch viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, damit mit dem Neubau in die Zukunft investiert werde. Die Verbindung zum alten Schützenhaus sei schon durch den Standort des Bürger- und Kulturhauses gegeben.

Neubau kostet 2,4 Millionen Euro

Rund 2,4 Millionen Euro wird der Neubau kosten. Ursprünglich hatte der Flecken 1,65 Millionen Euro veranschlagt. Doch der Boom am Bau zeigt auch in Dahlenburg Wirkung, lässt die Schere zwischen Kostenrechnung und Leistungsverzeichnissen auf der einen Seite und den aktuellen Angeboten auf der anderen Seite weit auseinanderklaffen.

Finanziell unterstützt wird das Bauvorhaben durch Leader, dem Amt für regionale Landesentwicklung, dem Landkreis, der Samtgemeinde, dem Lüneburger Landschaftsverband und der Sparkassenstiftung.

„Jetzt geht es mit großen Schritten voran, wir liegen im Zeitplan“, freute sich Haut – der Weg sei frei für die Rohbauarbeiten. Auch wenn das neue Haus mit knapp 300 Plätzen deutlich kleiner sei als das abgerissene Schützenhaus mit 975 Sitzplätzen – so werde das neue Gebäude doch zu einem unverzichtbaren Bestandteil im Ort, ist sich die Fleckenbürgermeisterin sicher. Und sie hofft, dass 2020 die Dahlenburger dann auch wieder ihr Schützenfest im Dorn feiern können. Zwar nicht mehr im alten Schützenhaus, aber immerhin an gleicher Stelle – nur eben im neuen Bürger- und Kulturhaus.

Von Klaus Reschke