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Mit einem gezielten Schnitt gaben Bürgermeister Heiner Luhmann (l.), Schulleiterin Birte Ramm (2. v. r.) sowie Manfred Mundt (2. v. l.) und Dr. Markus Grube als Vertreter des Samtgemeinderats den Anbau der Grundschule Bardowick frei. (Foto: pet)

Topfit für die Zukunft

Bardowick. Darauf haben sie so lange gewartet: Sieben Jahre nachdem erstmals Planungskosten für die Erweiterung der Grundschule Bardowick in den Samtgemeindehaushalt eingestellt worden waren, wurde der Anbau an die Schule jetzt in einer Feierstunde eröffnet. Rund 3,35 Millionen Euro ließ sich die Samtgemeinde Bardowick das Projekt kosten.

Schulleiterin Birte Ramm und Samtgemeindebürgermeister Heiner Luhmann begrüßten die Gäste im neuen Lehrerzimmer. An der Feierstunde beteiligt waren aber auch viele Schüler: Unter Leitung von Musiklehrerin Ulrike Schmidt-Süßmann sangen und spielten Kinder der Klassen 3d, 4a und 4b sowie der Geigen-Arbeitsgemeinschaft, die Schülerfirma servierte Snacks. „Wir steh‘n heut hier beisammen und feiern unser Haus“, sangen die Kinder – dafür hatte Mathilda aus der 4a ein Volkslied umgetextet.

Luhmann erinnerte sich an die Zeit nach seinem Amtsantritt im Jahr 2011. Um diese Schule müsse er sich während seiner Amtszeit nicht kümmern, habe er gedacht. Aber die erhöhten Anforderungen durch den Ganztagsbetrieb und die Inklusion machten schnell einen Strich durch die Rechnung – die damalige Leiterin Monika Köster wies bald eindringlich auf die neuen Bedürfnisse hin. „Und die Politik hat die notwendigen Maßnahmen dann schnell auf den Weg gebracht“, sagte Luhmann.

Im Samtgemeindehaushalt 2012 waren erstmals 20 000 Euro an Planungskosten für das Haushaltsjahr 2013 vorgesehen, für 2014 wurden Baukosten in Höhe von 1,4 Millionen Euro als Verpflichtungsermächtigung eingestellt. Dringendere Maßnahmen in der Samtgemeinde verzögerten dann den Baubeginn, ehe es im Juli 2017 endlich losging. Im März 2018 wurde Richtfest gefeiert.

Arbeiten wurden wegen falscher Lieferung gestoppt

Dann der große Schreck nur wenige Wochen später: Handwerker hatten falsch gelieferten und für Innenräume ungeeigneten Bodenanstrich aufgebracht. Die Arbeiten wurden gestoppt, die Klassen ausgelagert. Das falsche Material wurde mit großem Aufwand entfernt, ehe es weitergehen konnte.

Entstanden sind in den knapp zwei Jahren nach dem Start der Bauarbeiten im Juli 2017 und nach den Plänen des Adendorfer Architektenbüros Ralf Horn zwei Unterrichtsräume, drei Gruppenräume, vier Lagerräume, Besprechungsraum und Krankenzimmer.

Neue Räume gab es für das Sekretariat und die Schulleitung, größer ist nun das Lehrerzimmer, das auch mehrere Arbeitsplätze bietet, großzügig angelegt sind Werkraum und Lernküche. Es gibt neue Außenanlagen und einen „Gartenhof“ als „Grüne Oase“ der Schule.

Im gesamten Komplex wurde außerdem der Brandschutz auf den aktuellen Stand gebracht. „Ein Bau für heute und morgen“, lobte Schulleiterin Ramm. Die „Ganztagsfähigkeit“ sei hergestellt worden, die Schule sei noch besser gerüstet für die Anforderungen der Inklusion.

Ihren Anbau hat die Grundschule Bardowick jetzt, folgen soll noch die Mensa für das Bardowicker Schulzentrum. Wenn alles nach Plan verläuft, könnte dafür im Herbst dieses Jahres Baubeginn sein, meint Samtgemeindebürgermeister Luhmann.

Fast 400 Kinder an zwei Standorten

Eine der größten Grundschulen im Kreis

Die Grundschule Bardowick betreut an den Standorten Bardowick und Horburg insgesamt rund 380 Schülerinnen und Schüler. Sie ist damit eine der größten Grundschule im Landkreis Lüneburg. Rund 300 Mädchen und Jungen besuchen den Schulstandort Bardowick, werden dort von etwa 30 Lehrern, einschließlich pädagogischer Mitarbeiter, betreut. In Bardowick werden zurzeit jeweils drei 1. und 2. Klassen sowie jeweils vier 3. und 4. Klassen beschult.

Von Ingo Petersen