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Für den Einsatz von Tablets im Unterricht brauchen die Schulen ein gutes WLAN-Netz. (Foto: be)

Lüneburgs Schulen sollen besseres WLAN bekommen

Lüneburg. Wenn im Spätsommer die ersten Fördermittel aus dem Digitalpakt Schule fließen, will die Stadt Lüneburg möglichst gut vorbereitet sein. Es gehe darum, zügig und umfangreich von dem Förderprogramm des Landes zu profitieren, machte Oberbürgermeister Ulrich Mädge in der jüngsten Sitzung des gemeinsamen Schul- und Bauausschusses deutlich. In einer Pressemitteilung der Stadt skizzierte er das Ziel: eine leistungsstarke und zukunftssichere Infrastruktur für die digitale Bildung an Lüneburgs Schulen zu schaffen.

Damit die Stadt als Schulträger die Förderung aus dem Digitalpakt Schule beantragen kann, müssten die Schulen ein Medienkonzept vorlegen, verdeutlicht René Ganderke, EDV-Bereichsleiter der Stadt. Alle 18 Lüneburger Schulen hätten aber bereits ein solches Medienkonzept. „Bei deren Aktualisierung unterstützen wir die Schulen.“

Die technischen Voraussetzungen für den anstehenden digitalen Ausbau seien überall vorhanden, betont Ganderke: „Alle Schulgebäude sind ans Glasfasernetz angeschlossen und verfügen damit über eine schnelle Breitbandanbindung.“ Auch seien in allen Unterrichtsräumen bereits Netzwerkanschlüsse vorhanden. Anders als in anderen Städten müssten also keine Fördermittel für die Schaffung der Basisinfrastruktur ausgegeben werden.

Wohl kein Geld für die Anschaffung von Tablets

Stattdessen könnte die Förderung unter anderem für den flächendeckenden WLAN-Ausbau sowie die Umsetzung der jeweiligen Medienkonzepte genutzt werden. Beim WLAN-Ausbau nennt er zwei Optionen: Die Minimal-Variante mit 450 sogenannten AccessPoints (drahtlosen Zugangspunkten) koste 814 000 Euro, der flächendeckende Ausbau mit 650 Zugangspunkten rund 1,12 Millionen Euro. Als Förderung gibt es 30 000 Euro pro Schule als Sockelbetrag, zusätzlich dann Beträge, die sich nach der jeweiligen Schülerzahl richten.

Die Stadt gehe davon aus, dass die Anschaffung von digitaler Lerninfrastruktur durch den Digitalpakt Schule möglich sein wird. Nicht oder allenfalls eingeschränkt hingegen wird das Land voraussichtlich die Anschaffung von mobilen Endgeräten unterstützen, das sei laut Ministerium nach wie vor Elternsache.

Ebenfalls sei wohl nicht davon auszugehen, dass das Land die Weiterbildung der Lehrer, die Personalkosten für den Betrieb sowie die Wartung und Pflege der Technologien finanziert. „Das ist ein echtes Manko, hier muss das Land nachsteuern“, fordert Mädge. Denn mit der Systempflege sei ein hoher personeller Aufwand verbunden. Für die Stadt Lüneburg hat René Ganderke ausgerechnet: Mindestens fünf zusätzliche Mitarbeiter an den Schulen und im städtischen EDV-Bereich würden hierfür benötigt. lz