Donnerstag , 12. Dezember 2019
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Martin Feller (l.) tritt für Bündnis 90/Die Grünen zur Wahl an. Andreas Czerwinski (M.) wird von CDU und SPD unterstützt. Heiko Senking (r.) vertritt die Unabhängige Wählergemeinschaft Ebstorf. Fotos: Jochen Quast/privat

Trio kämpft ums Rathaus

Bad Bevensen. Es herrscht Wahlstimmung in Stadt und Landkreis Lüneburg. Am Sonntag, 26. Mai, geben viele Bürger gleich mehrfach ihre Stimme ab: neben dem Europa parlament wird auch der Landrat, in Adendorf und Amt Neuhaus der Bürgermeister und in Bardowick, Gellersen und Scharnebeck der Samtgemeindebürgermeister gewählt.

Aber unter anderem auch in der Nachbargemeinde Bevensen-Ebstorf stehen die Wahlurnen bereit: hier steht die Wahl zum Samtgemeindebürgermeister an. Für das Amt kandidieren Martin Feller (Bündnis 90/Die Grünen), Heiko Senking (Unabhängige Wählergemeinschaft Ebstorf) und Andreas Czerwinski (CDU).

Viele Themen auf der Agenda

„Daran reizt mich, dass man einiges bewegen kann“, sagt Martin Feller über seine Motivation, Samtgemeindebürgermeister zu werden. Seit 22 Jahren ist Feller ehrenamtlich politisch aktiv, insgesamt seit bald sechs Jahren Stadtbürgermeister in Bad Bevensen. Schon zu Schulzeiten belegte er den Politik-Leistungskurs und positionierte sich später im Zuge der Friedens- und Anti-Atomkraftbewegung auch öffentlich.

Fragt man den Unternehmer und Biolandwirt nach den Themen, die ihm wichtig sind, bekommt man eine Vielzahl an Antworten. „Was mich reizt, ist der direkte Kontakt zum Bürger, dass man Modelle für Transparenz ausprobiert“, so Feller. Es gelte, die Arbeit in der Verwaltung zu optimieren, projektbezogener statt von einer Ebene zur anderen zu arbeiten. Aber auch Themen wie die Neugewinnung von Feuerwehrleuten und eine bessere Aufstellung der Feuerwehren sowie die Einführung der Ganztagsschulen liegen dem 56-Jährigen am Herzen.

Auch Heiko Senking, Bürgermeister in Ebstorf, will viele Themen anpacken. „Irgendwann muss ich meiner Enkeltochter Rede und Antwort stehen, was besser geworden ist. Ich will, dass sie die Chance bekommt, 100 Jahre alt zu werden und Kinder und Kindeskinder zu bekommen. Ich will das tun, was in meiner Macht steht, um das auch zu realisieren“, sagt Senking.

„Kreativer, menschlicher und ökologischer“

Jugendpolitik war dem Vorsitzenden des Sportvereins TuS Ebstorf schon immer besonders wichtig und brachte ihn vor rund zwölf Jahren auf das politische Spielfeld. Als Ebstorfer Bürgermeister sorgte er landesweit für Aufsehen, als er 2017 ein AfD-Plakat vor der Geschäftsstelle seines Sportvereins abhängte und sich selbst anzeigte. Nun will Heiko Senking als neuer Samtgemeindebürgermeister in Bevensen-Ebstorf Schlagzeilen schreiben. „Ich glaube, wir müssen jetzt handeln, jeder auf seine Art und Weise. Und ich würde das gerne in der Samtgemeinde tun“, sagt der Justizamtsinspektor, der bei der Staatsanwaltschaft in Lüneburg arbeitet. „Es gehören viele Dinge dazu. Wir müssen wieder kreativer, menschlicher und ökologischer werden.“

Ein kommunalpolitisch unbeschriebenes Blatt ist dagegen der dritte Kandidat für den Posten des Samtgemeindebürgermeisters: Andreas Czerwinski. Der 41-Jährige ist als Polizeioberrat im Innenministerium Hamburg tätig und leitet dort Digitalisierungs- und Infrastrukturprojekte. „Wir brauchen einen frischen Wind, eine Verjüngung, moderne Methoden in der Verwaltung“, waren die Worte, mit denen Freunde den studierten Verwaltungswissenschaftler zur Kandidatur brachten. Czerwinski sieht im Samtgemeindebürgermeister in erster Linie den Verwaltungschef.

Verwaltung sollte modern und schlagkräftig sein

Eine moderne Verwaltung aufzubauen und ein guter Ratgeber der politischen Gremien zu sein, das wünscht sich der Familienvater. „Ich behaupte mal, das kann ich ganz gut“, sagt Czerwinski, der seit seinem 24. Lebensjahr in Führungsverantwortung bei der Polizei in Hamburg steht.

„Ich bin mir sicher, dass wir eine schlagfertige Verwaltung brauchen, um die Themen der Zukunft anzugehen. Eine gute Verwaltung, die nicht nur die täglichen Aufgaben bewältigen kann, sondern auch Projekte wie die Ganztagsschulen, Mobilitätskonzepte und den Feuerwehrbedarfsplan oder das Weiterentwickeln der Tourismusregion“, sagt der CDU-Mann.

Von Anke Dankers