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Markus Dauber, Suna Yilmaz, Marvin Meyer, Rica Voß, Daniel Kamolz, Prof. Dr. Peter Pez und Melanie Schlüter studieren eine Fahrradkarte der Region (v.l.). Foto: t&w

Eine Chance mit neuen Rad- und Wanderwegen

Dahlenburg. Neue Rad- und Wanderwege braucht das (Dahlenburger-)Land, das zumindest findet Markus Dauber, der Tourismusbeauftragte der Samtgemeinde Dahlenburg. Um dieses anspruchsvolle Ziel zu verwirklichen, haben sich nun die Samtgemeinde Dahlenburg, die Leuphana-Universität Lüneburg und die Flusslandschaft Elbe GmbH zusammengeschlossen. Seit April nehmen zwölf Studenten des Leuphana-Studiengangs Major Kulturwissenschaften, mit dem Forschungsgebiet Stadt- und Kulturraumforschung, in Dahlenburg das derzeitige Rad- und Wanderwegenetz kritisch unter die Lupe, um Bewährtes zu stärken oder Neues auszuprobieren.

Die Studenten wollen herausfinden, welche Strecken für Touristen und Einheimische besonders attraktiv sein könnten, dafür haben sie sich in jeweils eine Wander- und eine Fahrradgruppe aufgeteilt. Zuvor haben sie sich karthographische Grundlagen angeeignet, die Samtgemeinde hat im Vorfeld sämtliche Leistungsträger, Dienstleister, Museen und Ferienorte in der Umgebung angeschrieben, denn diese sollen mit den Strecken attraktiv verknüpft werden.

Eine kleine Kommune mit einem kleinen Werbeetat

Kuwi-Studentin Suna Yilmaz ist von der ergebnisorientierten Projektarbeit begeistert. „Unser geisteswissenschaftliches Studium ist ja eher theoretisch, es ist wirklich erfrischend, mal etwas Praktisches zu machen und am Schluss ein handfestes Ergebnis zu sehen“, sagt sie. „Natürlich kann ein Seminar, das nur ein Semester andauert, nur eine Initialzündung für etwas Größeres sein“, weiß Prof. Dr. Peter Pez, der das Projekt leitet. „Dahlenburg eignet sich gut als Drehscheibe für Touristen. Aber es soll auch darum gehen, Dahlenburg noch mehr als attraktiven Lebensstandort zu etablieren, schauen Sie sich doch die Wohnungsnot in Lüneburg an. Um die Stadt zu entlasten, müssen langfristig mehr Anziehungspunkte im Umland geschaffen werden.“ Prof. Dr. Pez war einst bereits der Professor von Markus Dauber, so kam die Kooperation zwischen Uni und Samtgemeinde zustande.

Dauber: „Ich erhoffe mir von dem Projekt, die Stärken unserer Region mehr herauszuarbeiten, Schwächen zu erkennen und neu anzupacken. Wir sind eine kleine Kommune mit einem kleinen Werbeetat, der Weg zu einer touristisch vermarktbaren Rad- und Wanderregion wird ein längerer sein, aber mit diesem Ziel vor Augen möchten wir unser aktuelles Wegesystem Stück für Stück mit vertretbarem Aufwand neu installieren.“

Ergebnisse im September

Dabei sei es der Kommune wichtig, auf die Wünsche und Bedürfnisse nicht nur der Gäste, sondern auch der einheimischen Bevölkerung einzugehen, die sich gerne in der Natur aufhält.

Konkrete Ergebnisse des Projektes will die Samtgemeinde Anfang September vorstellen.

Von Lea Schulze