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Die Gruppe aus Scharnebeck überwindet beim Löschangriff eine Hürde – die Gruppe kam am Ende auf Platz 17 unter 30 Teams. Foto: t&w

Garzer Einsatz bringt vierten Sieg in Folge

Amelinghausen. Es ging um Pokale, Medaillen und Sachpreise, aber auch kalte Getränke und Schattenplätze standen am Sonntag beim 32. Kreisjugendfeuerwehrtag in Amelinghausen angesichts der hochsommerlichen Temperaturen richtig hoch im Kurs. Kreissieger beim Bundeswettbewerb der Deutschen Jugendfeuerwehr wurde mit 1396 Punkten das Team aus Garze – und das schon zum vierten Mal in Folge.

Wegen der Hitze wurde die Siegerehrung am Nachmittag in die angrenzende Lopautalhalle verlegt. Der stellvertretende Landrat Norbert Thiemann, Lüneburgs Kreisbrandmeister Torsten Hensel und Amelinghausens Gemeindebrandmeister Henning Brockhöft sprachen die Grußworte – dann wurde es spannend: Von Platz 30 bis zum Sieger wurden die Platzierungen verlesen.

Eine starke Mannschaft

Hinter Garze kamen auf die folgenden Plätze: die Jugendfeuerwehr Lüneburg-Rettmer mit 1387 Punkten vor Garlstorf/Elbe (1375,86) und Zeetze/Stapel (1374). Diese vier Teams dürfen in zwei Wochen beim Bezirksentscheid in Faßberg antreten.

„Die Pflicht, Jacken zu tragen, wurde angesichts der heißen Temperaturen erlassen.“
Stefan Schulz
(Kreisjugendfeuerwehrwart)

Nach drei Siegen in den vergangenen Jahren war Garzes Feuerwehrjugendwart Steffen Ramm auch in Amelinghausen zuversichtlich. „Wir bereiten uns immer kontinuierlich auf diesen Wettkampf vor, haben auch in diesem Jahr eine starke Mannschaft hier“, erklärte er.

„Ich habe ein gutes Gefühl“

Einmal pro Woche, vor Wettkämpfen auch am Wochenende, hatte Ramm, gemeinsam mit vier Kameraden, die Zehn- bis 18-Jährigen vorbereitet. „Ich habe ein gutes Gefühl, wir haben keine Miesen gemacht“, urteilte er, nachdem sein Team den Wettkampf hinter sich gebracht hatte. „Und wenn uns doch jemand schlägt, dann hat er das auch wirklich verdient.“ Dazu kam es aber nicht – der Garzer Nachwuchs durfte wieder jubeln.

Mit Helm, Stiefeln und Handschuhen waren die jungen Feuerwehrleute in den Wettkampf gegangen. Immerhin, so Kreisjugendfeuerwehrwart Stefan Schulz: „Die Pflicht, Jacken zu tragen, wurde angesichts der heißen Temperaturen erlassen.“

Zwei Aufgaben hatte jede Mannschaft zu lösen: Zunächst einen Löschangriff, vom Öffnen des Hydranten, über das Setzen des Standrohrs, das Ankuppeln des Schlauchs, das Anlegen des Schlauchs an die Pumpe bis hin zum Löschangriff selbst. All das erschwert durch einen – fiktiven – Wassergraben, Leiterwand, Tunnel und Hürde. Unter anderem die benötigte Zeit, die Ausführung des Auftrags und die korrekte Übermittlung der Befehle gingen in die Wertung. Zweiter Teil der Aufgabe: Ein 400-Meter-Staffellauf unter erschwerten Bedingungen. So war ein Schlauch aufzurollen und ein schmales Brett zu überwinden.“

Feuerwehrbegriffe von den Lippen ablesen

Aus den 65 Jugendfeuerwehren in Hansestadt und Landkreis Lüneburg waren 30 Teams für den Bundeswettbewerb auf Kreis­ebene gemeldet, Bleckede, Barendorf und Amelinghausen waren sogar mit zwei Teams vertreten. „Mit dem Meldeergebnis sind wir sehr zufrieden“, sagte Stefan Schulz. Alle Samt- und Einheitsgemeinden sowie Städte aus dem Landkreis waren dabei, jeweils neun Nachwuchsfeuerwehrleute im Alter zwischen zehn und 18 Jahren gehörten zu einer Mannschaft.

Die weiteren Platzierungen beim Bundeswettbewerb-Kreisentscheid: 5. Hohnstorf/Elbe (1361), 6. Embsen (1361), 7. Barendorf I (1356,86), 8. Haar-Dellien (1353), 9. Lüneburg-Mitte (1341,86), 10. Artlenburg (1340), 11. Radegast (1320), 12. Vastorf (1311,86), 13. Bleckede I (1296,71), 14. Brietlingen (1291,86), 15. Amelinghausen I (1283,86).

Sogar 48 Mannschaften waren beim parallel ausgetragenen „Spiel ohne Grenzen“ dabei, das von den Gemeindejugendfeuerwehren gestaltet wurde. Wettbewerbe wie Schlauchkegeln, Feuerwehrbegriffe von den Lippen ablesen, Seilspringen oder das Sammeln von Wasser aus einer Handspritze standen auf dem Programm. Es gewann die Gruppe aus Haar-Dellien vor Barendorf I, Lemgrabe-Dumstorf, Dahlenburg, Adendorf, Rettmer, Ba-Hi-Jü, Echem, Hohnstorf/Elbe, Ochtmissen und Vögelsen.

Von Ingo Petersen