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Zur Gründungsversammlung des Zukunftsrates für Lüneburg hatten sich 34 interessierte Bürger eingefunden, die bereit sind, künftig zur nachhaltigen Entwicklung in der Hansestadt beizutragen. (Foto: ilg)

Geburtsstunde des Zukunftsrates

Lüneburg. Die Idee war bereits bei der Wandelwoche im vergangenen Oktober entstanden, jetzt erfolgte die Geburt: Lüneburg hat einen eigenen Zukunftsrat. Ziel des neuen Gremiums ist es, die Bürgerbeteiligung zur Entwicklung der Stadt zu stärken und Zukunftsthemen wie Klima, Energie, Mobilität, Ernährung und Wohnen mitzugestalten getreu dem Motto: „Ein gutes Leben ist für alle möglich“.

34 Bürger wollen sich engagieren

Norbert Bernholt, mit Horst Jäger einer der Initiatioren des Zukunftsrates, freute sich über 34 Bürger aller Altersgruppen, die zur Gründungsversammlung in die Volkshochschule gekommen waren. Sie alle haben Interesse, in verschiedenen Themenbereichen zur nachhaltigen Entwicklung in der Stadt mitzureden und mitzugestalten. Eine erste Interessengruppe von etwa 20 Personen hatte sich bereits vor einigen Wochen zusammengefunden, um auf dem Gebiet Ernährung aktiv zu werden.

„Wir sind gefordert. Wir brauchen engagierte Bürger, die sich für eine enkeltaugliche Welt einsetzen, nicht nur im privaten Raum des Konsums, sondern auch im öffentlichen Raum“, leitete Bernholt die Versammlung ein und stellte ein gemeinsam erarbeitetes Leitbild vor, das die Grundlage für die Ausrichtung des Zukunftsrates darstellt. Eine wichtige Orientierung dazu biete die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung von 2016, die wiederum auf den globalen Zielen der UN aufbaut.

Unüberhörbare Stimme in der politischen Landschaft

Der Zukunftsrat sei eine Basisbewegung von Bürgern, die frei und unabhängig von politischen, unternehmerischen und verbandlichen Einzelinteressen handle. Dabei gelte das Bestreben, zu einer unüberhörbaren Stimme in der politischen Landschaft Lüneburgs zu werden. Gleichzeitig sei man bestrebt, sich gegenseitig zu stärken und einen langen Atem zu einer nachhaltigen Lebensweise zu entwickeln. Zudem werde versucht, in den demokratischen Entscheidungen niemanden auszuschließen.

Abschließend wurden die künftige Struktur und Arbeitsweise sowie bislang erarbeitete Ziele und Organigramme vorgestellt. Für die verschiedenen Arbeits- und Interessengruppen fanden sich jeweils zwei bis drei Bürger, die sich künftig in den von ihnen gewählten Themenfeldern engagieren möchten. Es ist vorgesehen, dass in etwa einem halben Jahr bei einem erneuten Treffen die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert werden.

Von Irene Lange