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Spezialkräfte der Feuerwehr gingen unter Atemschutz in das Gebäude und verpackten den möglicherweise gefährlichen Umschlag sicher. (Foto: Lutz Wreide)

Giftalarm in Samtgemeindeverwaltung

Marschacht. Großalarm für die Feuerwehren in der Elbmarsch, Rettungsdienste, Polizei und Kräfte des Gefahrgutzuges des Landkreises Harburg: Eine Mitarbeiterin des Einwohnermeldeamtes hatte beim Sichten der morgendlichen Post einen verdächtigen Brief entdeckt. Wie Lutz Wreide, Pressewart der Feuerwehr Samtgemeinde Elbmarsch, berichtete, hatte die einen intensiven, chemischen Geruch wahrgenommen. Später klagte sie über über körperliche Beschwerden und wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Unter Atemschutz ging ein Trupp der Feuerwehr in das Gebäude, um den verdächtigen Brief sicherzustellen. Der Umschlag wurde in einer luftdichten Verpackung und einem säurebeständigen Gefäß ins Freie verbracht. Parallel dazu mussten die übrigen Mitarbeiter der Kommune das Gebäude verlassen.

Auf dem Postwege „kontaminiert“

Der Brief, aus dem der Feuerwehr zufolge keine Stoffe austraten, wurde sicher verpackt in ein Labor gebracht, das den Inhalt untersuchen soll. Bis auf das Einwohnermeldeamt und ein weiteres Büro konnten alle Mitarbeiter ihre Arbeit in dem Gebäude wieder aufnehmen.

Polizei und Feuerwehr gehen nicht von einem gezielten Anschlag aus. Der Brief stammte von der Samtgemeindeverwaltung selbst. Er soll dann auf dem Postwege „kontaminiert“ worden sein und von der Post mit einem entsprechenden Vermerk zurück an den Absender geschickt worden sein. Um welchen Stoff es sich handelte und ob von ihm eine Gefahr ausging, ist jetzt Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. lz