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Die alte Eisaufbereitungsmaschine im Original und die künftige auf einem Plakat, präsentiert von Alfons Heil (l.) und Roman Zuther. Die Anschaffung der Gemeinde Adendorf soll vom Kreis unterstützt werden. Foto: be

Zuschuss für Eis-Aufbereiter

Adendorf. Insgesamt sollen 350.000 Euro zur Unterstützung von fünf kommunalen Projekten aus dem laufenden Lüneburger Kreishaushalt ausgezahlt werden: Die Zuschü sse stammen aus dem kreiseigenen kommunalen Strukturentwicklungsfonds. Für die Mittelvergabe sprach sich jetzt mehrheitlich der Wirtschaftsausschuss des Kreistags aus. Am heftigsten rangen die Kreispolitiker um eine Finanzspritze für die Gemeinde Adendorf zur Anschaffung einer neuen Eisaufbereitungsmaschine für das Walter-Maack-Eisstadion. Mit 45.000 Euro soll sich nun der Landkreis an den Kosten von insgesamt 136.000 Euro beteiligen. Darüber hinaus wurde grünes Licht für weitere Mittel in Höhe von mehr als 100.000 Euro gegeben, die von Amelinghausen bis Darchau verteilt werden sollen.

Insgesamt hatte die Gemeinde Adendorf drei Zuschussanträge an den kommunalen Strukturentwicklungsfonds gerichtet. Doch weder bei der Erstellung eines Sportentwicklungsplanes, noch für die Schaffung einer barrierefreien Bibliothek darf die Kommune auf finanzielle Unterstützung des Kreises hoffen. Anders sieht das bei der Ersatzbeschaffung der Eismaschine aus. Allerdings löste der Antrag Stirnrunzeln bei den CDU-Abgeordneten im Ausschuss aus.

Weitere Unterstützung auch für Wendisch Evern

Wilhelm Kastens (CDU) sagte: „Wenn die Maschine auf einem Deich mähen könnte, würde ich die Sache anders sehen.“ Aber eine Eismaschine für ein Eisstadion einer einzelnen Gemeinde sähe er kritisch, so der Walmsburger.

Und der Bleckeder Martin Gödecke (Unabhängige) sagte: „Der Strukturentwicklungsfonds ist doch eigentlich für schwächere Gemeinden gedacht.“ Hingegen vertrat der Scharnebecker Cem Aksoy (SPD) die Ansicht, dass das Eisstadion ein Highlight in der Region sei, dessen Betrieb Unterstützung verdiene, „bevor ich mit meinen Kindern zum Schlittschuhlaufen nach Hamburg fahren muss“. Mit den Stimmen von SPD, Grünen und AfD wurde dem Zuschuss zugestimmt. Das letzte Wort hat der Kreistag, so wie auch bei den anderen Projekten, bei denen jetzt eine Vorentscheidung gefallen ist.

Dach und Außenfassade sollen modernisiert werden

40.000 Euro sollen nach Scharnebeck gehen. Dort hatten die Gemeinde 40.000 Euro für Sanierungsmaßnahmen am Schützenhaus als Veranstaltungszentrum beantragt. Sowohl Gemeinde als auch Samtgemeinde wollen zudem gemeinsam die gleiche Summe beisteuern. Hauptsächlich sollen Dach und Außenfassade modernisiert werden.

100.000 Euro soll die Stadt Bleckede erhalten. Mit dem Geld soll die Aufstellung eines Rahmenplans unterstützt werden, wonach die Stadt eine Gemeindestraße gegen eine Landesstraße tauschen will. Der Stadt verfolgt seit Jahren das Ziel, die „Breite Straße“ von der Landes- auf eine Gemeindestraße herabzustufen, um Verkehrsflächen im Bereich der historischen Innenstadt umgestalten zu können.

Mit 50.000 Euro soll erneut die Gemeinde Wendisch Evern unterstützt werden. Die Kommune hatte vor Jahren von der Bahn zwei Rundbogenbrücken übernommen, für die Unterhaltung und Sanierung hatte Wendisch Evern bereits 2018 einen Zuschuss von 50.000 Euro vom Kreis bewilligt bekommen.

35.000 Euro als allgemeiner Zuschuss

Und 115.000 Euro sollen der Gemeinde Amt Neuhaus überwiesen werden für den geplanten Ausbau des zweiten Obergeschosses im Haus des Gastes. Zusätzlich soll Geld des „investiven“ Strukturentwicklungsfonds nach Neuhaus fließen: 35.000 Euro als allgemeiner Zuschuss für den Ausbau touristischer Infrastruktur sowie rund 70.000 Euro für die Errichtung eines Wohnmobilstellplatzes am Fähranleger Darchau.

Mit 10.000 Euro aus Kreismitteln soll die Gemeinde Rullstorf bei der Schaffung eines Begegnungsraumes im Ortskern unterstützt werden.

Und eine Finanzspritze von 3000 Euro ist gedacht für den Amelinghausener Heideblütenfestverein für die Ausrichtung des 70. Heideblütenfestes vom 10. bis 18. August.

Von Dennis Thomas