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Die Schüler (.v.l.) Vanessa, Katharina, Sofia und Lukas (vorn) mit den Umhängetaschen. (Foto: t&w)

Kreativ und einzigartig

Lüneburg. Mit dem Prädikat „nachhaltig“ schmückt sich heute so manch ein Produkt – aber nur wenige sind dabei derart praktisch und gleichzeitig so geschmackvoll wie die neuen Tragetaschen im Museum Lüneburg: Ob Schriftzug, Tierköpfe oder Stadtbild – die Vielfalt ist so individuell wie der Stoff, aus dem sie gefertigt wurden: Mesh ist eine Netz-Plane, die vor allem für roßflächige Werbebanner benutzt wird. Durch die kleinen Löcher ist die Plane kaum windempfindlich. Die Taschen sind das neuste Projekt der noch jungen Schülerfirma „Kniebergs Liebling“, und wie alle anderen auch äußerst erfolgsversprechend.

Seit Ende August vergangenen Jahres betreibt die Schule am Knieberg unter Leitung von Ulrike Denzer das kreative Projekt, das Jugendlichen aus der Sekundarstufe II auf ihrem Weg zum Leben als Erwachsener helfen soll. Gestartet ist das kleine Unternehmen mit der Herstellung von Umhängebeuteln, Schlüsselanhängern und Lederarmbändern, jetzt sind noch verschiedene Taschen dazugekommen.

Den Keller voller Material

„Auf unserer Suche nach Kooperationspartnern haben wir uns unter anderem an das Museum gewandt“, erklärt Ulrike Denzer – und sind dort auf offene Ohren gestoßen, denn Dr. Bettina Motschmann, zuständig für den Shop der Einrichtung, hatte den Keller voller Material, das Verwendung suchte. So kamen beide zusammen. „Wir haben ja viele wechselnde Ausstellungen“, sagt die Leiterin des kleinen Verkaufsraumes, „dafür wird auf Mesh Planen geworben, welche nach Ende des Projekts aber ihre Verwendung verlieren. Zudem hängen außen auch permanent große Werbebanner, die nach einer Weile erneuert werden müssen.“

Keine Tasche ist wie die andere

Schneiden, sichten, nähen: Der Kreativität der Schüler ist durch das Material und seine vielfältigen Motive keine Grenzen gesetzt. Und auch die Kunden können davon profitieren – keine Tasche ist wie die andere. Susanne Neumann, die als Pädagogin die Arbeit der kleinen Firma unterstützt, sagt: „Das ist einfach total reizvoll, aus den enorm großen Planen interessante Kombinationen aus Schrift und Bild zu erstellen und diese auf ein Taschenformat zu reduzieren.“ Besonders der überdimensionale Fischotterkopf habe sie da doch vor einige Herausforderungen gestellt.

Gekauft werden können die Beutel ausschließlich im Museum Lüneburg. „Die Kooperation mit der Schule läuft derart gut, dass wir sicherlich noch weitere gemeinsame Projekte anstoßen werden“, sagt Bettina Moschmann.

Von Ute Lühr