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Gisa und ihr Team „Cruella und die Dalmatiner“ sind beim „Spiel ohne Grenzen“ voll dabei. Bei dieser Disziplin sind sowohl Kraft als auch Geschick und Schnelligkeit gefordert. Foto: t&w

Wehe, wenn sie erstmal losgelassen…

Lüneburg. Blauer Himmel, 30 Grad und bunt verkleidete Studenten: Beim Hochschulsportfest an der Leuphana steht der Spaß im Vordergrund. Auf dem Campus messen sich Teams in Wettkämpfen wie Beachvolleyball, Human Table Soccer und Wikingerschach. Zwei DJs sorgen für Musik.

Zum ersten Mal hat Camilla Burda das Event federführend geplant, sie ist Chefin eines 30-köpfigen Teams, bestehend aus Turnierleitern, Fotografen und Helfern. Die 26-jährige Politikwissenschaftsstudentin ist zufrieden: „Die Atmosphäre ist super, nicht mal über das Wetter kann man meckern. Es gab schon Jahre, in denen es zwanzig Minuten lang heftig gewittert hat.“

Spiel ohne Grenzen

Die einzelnen Teams zahlen ein Startgeld, so finanziert sich die Veranstaltung, hinzu kommen Zuschüsse vom Präsidium und „dem, was wir eben so ansparen können“. Das Hochschulsportfest habe bereits Tradition, für viele Studenten sei es ein Highlight. „Die Disziplin ,Spiel ohne Grenzen‘ war nach zweieinhalb Minuten ausgebucht, obwohl es 24 Teilnehmerteams gibt. Allein das spricht ja für sich“, findet Camilla Burda.

Zwar stünde das Gewinnen nicht im Vordergrund, aber am Ende der Veranstaltung gebe es dennoch Preise für die Turniersieger und für die Teams mit den besten Kostümen. „Die Gewinner bekommen Restaurantgutscheine und Sekt. Der wird allerdings selten getrunken, sondern eher für eine Sektdusche eingesetzt“, erzählt Burda schmunzelnd. Nach dem Finale beim „Spiel ohne Grenzen“ findet das Endspiel der Campus-Liga statt, in der in den Wochen zuvor 22 Mannschaften gegeneinander angetreten waren. Die Sieger dürfen sich auf ein Fass mit fünf Litern Bier freuen. Doch die meisten nehmen teil, um Spaß zu haben. Wie das Team „Fünf Engel für Horst“.

Preis für die Kostüme

Jennifer Schlösser, deren Team beim Völkerball antritt, verrät: „Unsere Kostüme sind selbst genäht. Bis halb vier Uhr haben wir heute Nacht noch daran gesessen.“ Sie spiele außerdem in der einzigen Frauenmannschaft der Campus-Liga, die das Finale aber verpasst hat. „Ich glaube auch nicht, dass wir beim Völkerball heute allzu weit kommen werden. Macht aber nichts.“ Über einen Preis für die Kostüme würde sie sich schon freuen, gibt die Studentin zu.

Von Josephine Wabnitz