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Lena Bickel hat sich für ihr Abitur ins Zeug gelegt – es hat sich gelohnt. (Foto: t&w)

Abi-Traumnote 1,0: Von Anfang an eine der Besten

Scharnebeck. Neugier und Faszination an verschiedenen Themen ist Lena Bickels Erfolgsrezept. Das 1,0er-Abitur der Schülerin vom Bernhard-Riemann-Gymnasium in Scharnebeck war keine große Überraschung: Schon seit der 1. Klasse gehörte Lena stets zu den Klassenbesten. „Voll entspannt war das Abi für mich nicht. Aber ich bin mit dem Wissen in die Prüfungen gegangen, dass 1,0 möglich ist, und habe mein Bestes gegeben“, erzählt die 18-Jährige.

Ein bestimmtes Ziel strebt sie mit ihrer Note nicht an. Deshalb sei die Entscheidung, wie es weitergeht, umso schwieriger. Lena sagt: „Die 1,0 ist Chance und Herausforderung zugleich.“ Im Moment könne sie sich alles vorstellen – von Neurowissenschaften bis zum Politikstudium. Darum lässt sie sich mit der Wahl für ein Studium noch bis nächstes Jahr Zeit.

Die frischgebackene Abiturientin hat eine besondere Schulkarriere hinter sich – sogar Bundespräsident Joachim Gauck schüttelte ihr schon die Hand. Denn 2016 wurde sie zweite Bundessiegerin bei dem Schülerwettbewerb „Jugend debattiert“. Außerdem war sie vier Jahre lang Schülersprecherin und hat Projekte des Schülerrats mitgestaltet. Eine große Leidenschaft der Abiturienten seien Sprachen: Um ihren „Wissenshunger“ zu stillen, erlaubte ihr die Schulleitung, ab der 7. Klasse nicht nur die vorgesehenen zwei Sprachen zu lernen, sondern gleich drei: Englisch, Französisch und Spanisch.

Viermal die Bestnote

In allen Abiturprüfungen – Englisch, Spanisch, Biologie, Mathe sowie Politik und Wirtschaft – bekam Lena eine Eins, in vier davon 15 Punkte – die Bestnote. Da stellt sich die Frage nach Tipps, Lena sagt: „Einen Masterplan für das 1,0er Abi gibt es nicht.“ Ein paar Tricks verrät sie aber: Für Spanisch hörte sie viel spanisches Radio, für Biologie schrieb sie alle schwierigen Fachbegriffe auf ihre Tür. Alle weiteren Lernzettel verteilte sie in ihrem Zimmer, sie beschreibt: „Wenn ich zu meinem Bett wollte, musste ich erstmal durch ein Informationsmeer waten.“

Ab und zu muss die junge Frau aber auch den Kopf vom Unterricht frei kriegen. Dann spielt sie Gitarre oder macht Modern Dance. Auch im Schultheater war sie drei Jahre lang dabei. Nun werde sie für ein Jahr Praktika machen und durch Europa reisen. Ihr Ziel sei es, sich selbst besser kennen zu lernen – was sie fasziniert und wohin sie sich länger orientieren will. Eines sei sicher: „Ich will mich später engagieren und für andere einsetzen, das macht mich am glücklichsten.“

Von Franziska Ruf