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Franca Bergunde möchte gern Psychologie studieren, „am liebsten in Heidelberg“. (Foto: t&w)

Abi-Traumnote 1,0: Nur Chemie war nie ihre Welt

Lüneburg. Ein Abitur mit 1,0 – davon träumt so mancher zielstrebige Schüler. Franca Bergunde hat das geschafft: Die Lüneburgerin verlässt nun nach acht Jahren das Johanneum als Jahrgangsbeste.

Die 18-Jährige sagt von sich, sie sei schon immer gut in der Schule gewesen, doch ab der Oberstufe habe sie noch einmal richtig Gas gegeben. „Mein Ziel war es, in der Oberstufe nichts unter 10 Punkten im Zeugnis zu haben“, erklärt Franca ihren Erfolg. „Als das dann klappte, war die Motivation da, den guten Schnitt zu halten.“

Das Maximum gleich in drei Fächern erreicht

Am meisten interessiert haben sie gesellschaftswissenschaftliche Fächer. In den Abiturprüfungen erzielte sie dann auch dort ihre Bestnoten: In Geschichte und Politik bekam sie jeweils 15 Punkte – das Maximum; in Englisch waren es 14 und in Mathe 11. Ihre mündliche Deutsch-Prüfung bestand sie mit 15 Punkten.

Doch auch bei Franca gab es ein Fach, das ihr nicht so gut lag wie die anderen. „Chemie habe ich gehasst. Da habe ich auch meine schlechteste Note am Gymnasium geschrieben: 6 Punkte in einer Klausur, die allen anderen leicht fiel“, erinnert sich die Abiturientin.

Auch wenn Franca Bergunde stets mit viel Engagement bei der Sache war, musste ihre Freizeit unter den guten Noten nie leiden: „Ich habe meine Freizeit, genau wie alle anderen Schüler, mit ganz normalen Sachen verbracht“, betont die sie. „Freunde treffen, im Sommer schwimmen gehen und Bücher lesen.“ Zuletzt hat sie einen amerikanischen Klassiker gelesen: „The Catcher in the Rye“ (Der Fänger im Roggen) von Jerome David Salinger.

Zum Wintersemester möchte Franca nun Psychologie studieren. Besonders reize sie die Komplexität des Fachs, das sich aus Disziplinen wie Biologie, Soziologie und auch Mathematik zusammensetzte. „Am liebsten möchte ich nach Heidelberg. Und wenn das nicht klappt, dann nach Freiburg.“ Bis das soweit ist, plant Franca, ihre Zeit mit Freunden in Lüneburg zu verbringen, bevor alle zum Studienstart auseinandergehen. „Ich freue mich schon auf das Studentenleben. Auf Semester im Ausland, das Leben in einer WG und die vielen neuen Erfahrungen.“

Von Anna Hoffmann