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In Bleckede haben die Arbeiten zur Umgestaltung des Hafens begonnen. Mehr als eine halbe Million Euro fließt in die Umgestaltung des Bereiches rund um Fähranleger und Fährhaus. Foto: t&w

Terrasse mit Blick auf den Strom

Bleckede. Vielleicht schon Ende September können Besucher auf den künftigen Elbterrassen im Bleckeder Hafen sitzen und die warmen Sonnenstrahlen der Herbstsonne genießen, während sie ihre Blicke über den Fluss schweifen lassen, entspannt Wasser und Schiffe beobachten. An den Voraussetzungen dafür arbeitet die Stadt Bleckede seit kurzem, der Startschuss für den Bau der Stufenanlage ist erfolgt.

„Damit haben wir den ersten Abschnitt für die Umgestaltung des Hafens begonnen“, berichtet Christian Krause vom Bauamt der Stadt. Insgesamt fünf Einzelmaßnahmen bilden das Gesamtvorhaben mit dem etwas sperrigen Titel „Touristische Inwertsetzung des Bleckeder Hafens“. Zu diesen zählen neben dem Bau der Elbterrassen, die Umgestaltung des Hafenplatzes, die Schaffung eines attraktiven Aufenthaltsbereiches auf dem Ponton „Johann“, die Errichtung eines Reisemobil-Stellplatzes mit Ver- und Entsorgungsstation, die Erneuerung des Promenadenweges mit dem Aufstellen zusätzlicher Sitz- und Aufenthaltsbereiche sowie der Installation einer Wegbeleuchtung, die Befestigung der Buswendeschleife und Errichtung eines wetterfesten Unterstandes.

Als erstes sind nun die Stufen an der Reihe

Insgesamt fließen in diesem Jahr knapp 560.000 Euro, um das Areal rund um den Fähranleger und das immer noch ohne neuen Betreiber dastehende Restaurant Fährhaus als Ausflugsziel attraktiver zu gestalten. Bauherr ist die Stadt, sie investiert 210.000 Euro. Finanzielle Unterstützung kommt von der EU aus einem Fonds zur Förderung des ländlichen Raumes (200.000 Euro) und von der Metropolregion Hamburg (149.000 Euro). Darüber hinaus hat der Landkreis Lüneburg eine Förderung des Teilprojektes Buswendeschleife aus dem Strukturentwicklungsfonds bewilligt. Im kommenden Jahr folgen die weiteren Maßnahmen im zweiten Bauabschnitt mit einem Volumen von rund 450.000 Euro, sodass der Hafen unterm Strich für etwas mehr als eine Million Euro aufgehübscht wird.

„Als erstes sind nun die Stufen an der Reihe, die an der Böschung hinunter Richtung Wasser angelegt werden“, sagt Christian Krause. Zeitgleich entstehen in diesem Bereich eine neue Wendeschleife für Busse und ein neues Wartehäuschen an der dortigen Haltestelle, die dann zudem barrierefrei sein wird. „Wir bauen für die vielen Schüler um, die morgens mit der Fähre über die Elbe kommen und am Anleger auf den Bus zur Weiterfahrt zur Schule warten“, erläutert Christian Krause.

Drehbare Liegen für Sonnenanbeter

Ebenfalls zum ersten Bauabschnitt gehört die Instandsetzung des großen schwarzen Pontons „Johann“ einige Meter weiter Richtung Hafenzufahrt gegenüber dem Imbiss. „Der Ponton erhält Holzdielen, ein neues Geländer und drehbare Liegen für Sonnenanbeter.“ Solche Möbel werden darüber hinaus auf dem Hafenplatz aufgestellt. An dem schwimmenden Anleger machen neben dem historischen Raddampfer Kaiser Wilhelm auch andere Ausflugsschiffe und Fluss-Kreuzfahrtschiffe fest.

„Wir planen, dass der jetzt begonnene Tiefbau bis Herbst beendet ist. Bei der Ponton-Sanierung sind wir allerdings vom Wetter abhängig, sodass durchaus Verzögerungen möglich wären.“

Die Planung für das kommende Jahr sieht dann nach Krauses Worten vor, dass im Sommer 2020 der Promenadenweg zwischen Pegelgebäude und Hafenplatz beziehungsweise Fähranleger erneuert wird. Überdies richtet die Stadt am Pegel einen Stellplatz für Wohnmobile ein – mit Blick auf die Elbe. „Eine Ver- und Entsorgungsstation für die Reisemobile entsteht auf dem Schützenplatz.“

Von Stefan Bohlmann