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Das Amtgericht hat ein Bußgeld der Stadt Lüneburg gegen einen Vermieter bestätigt. (Foto: eccolo/stock.adobe.com)

Stadt verhängt Bußgeld wegen zu hoher Miete

Lüneburg. 400 Euro Kaltmiete für 15 Quadratmeter – so viel verlangten zwei Lüneburger Vermieter für eine winzige Dachgeschosswohnung in der Lüneburger Innenstadt. „Das entspricht einem Quadratmeterpreis von mehr als 26 Euro und ist damit erheblich überhöht“, sagt Mareike Westerhoff, Juristin im Rechtsamt der Hansestadt Lüneburg. Die Stadt verhängte deshalb ein Bußgeld gegen die beiden Männer wegen Mietpreisüberhöhung, teilte die Verwaltung mit.

Denn nach Paragraf 5 des Wirtschaftsstrafgesetzes handele derjenige Vermieter ordnungswidrig, der vorsätzlich oder leichtfertig für die Vermietung von Wohnraum unangemessen hohe Mieten fordere, hieß es weiter. Als unangemessen hoch gelten Mieten, die 20 Prozent über den ortsüblichen Mieten für Wohnungen vergleichbarer Lage, Art und Ausstattung liegen. „Im konkreten Fall haben wir errechnet, dass die verlangte Miete 75 Prozent über den in Lüneburg marktüblichen Mieten lag“, erklärte Westerhoff.

Wohnraummangel ausgenutzt

Die Stadt verschickte deshalb Bußgeldbescheide an beide Vermieter. Gegen die Bescheide legten die beiden Betroffenen beim Amtsgericht Lüneburg Einspruch ein.

Der Stadt zufolge stellte das Gericht das Verfahren gegen den nicht unmittelbar am Mietvertragsabschluss beteiligten Vermieter ein, verhängte aber ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro gegen den anderen Vermieter. „Für uns ist es wichtig, dass hier diejenigen zur Rechenschaft gezogen werden, die den Wohnraummangel in der Stadt ausnutzen und völlig überhöhte Mieten verlangen“, machte Westerhoff deutlich. Die Hansestadt werde auch weiterhin alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um gegen derartige Mietpreisüberhöhungen vorzugehen. lz