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26-jähriger Lüneburger wegen sexuellen Handlungen an Kindern festgenommen

Lüneburg. Haftbefehl wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen/Kindern erließ das Amtsgericht Lüneburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lüneburg gegen einen 26 Jahre alten Lüneburger. Laut Polizei ist der Mann dringend tatverdächtig, als Übungsleiter der DLRG Ortsgruppe Lüneburg etwa bei Jugendfreizeiten sexuelle Handlungen mit und an mehreren Jungen – Kinder und Jugendliche – vorgenommen zu haben. Am Mittwoch wurde er festgenommen.

Außerdem bestehe der dringende Verdacht, dass der 26-Jährige seit 2015 Nacktfotos und -videos mit seinem Handy über einen Chatdienst mit mehreren Jungen ausgetauscht habe. Nach ersten internen Gerüchten und Informationen wandten sich Mitarbeiter der betroffenen Organisation im April an die Lüneburger Polizei und brachten den Stein ins Rollen.

Das Fachkommissariat „Sexualstraftaten“ der Polizeiinspektion Lüneburg ermittelte daraufhin mit Hochdruck, vernahm Zeugen und Opfer und konnte belastendes Material sichern. „Der dringend Tatverdächtige trat nach Bekanntwerden umgehend von seinen Ämtern zurück und ist nicht mehr in der Jugendarbeit tätig“, sagt Polizeisprecher Kai Richter. Parallel wurde Haftbefehl gegen den Lüneburger erlassen, der mittlerweile in Münster wohnt.

Als der Mann am Mittwoch in Münster verhaftet wurde, stellten die Ermittler auch weitere Datenträger und Unterlagen sicher. Der Lehramtsstudent war laut Polizei seit mehreren Jahren als Übungsleiter in der betroffenen gemeinnützigen Organisation tätig und übte weitere Tätigkeiten in der Jugendarbeit aus.

Aktuell sind fünf Jungen im Alter von 11 Jahren und älter von den Taten betroffen, die Ermittler gehen jedoch von weiteren Missbrauchsfällen aus. Die Vereinsverantwortlichen haben durch die Polizei Kenntnis erhalten, um nach eigener Entscheidung der Eltern/Erziehungsberechtigten andere Kinder Kenntnis geben zu können. lz