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Marlis und Wolf-Dieter Hahn im Jahre 2019 - und Wolf-Dieter Hahn im Jahr 1969 vor der von ihm eigens gestalteten Schaufensterdekoration. (row/privat)

Schaufenstergrüße von der Mondfrau

Lüneburg/Geesthacht. Die Silhouette des Mondes, das NASA-Logo und erstaunlich genaue Nachbildungen der Saturn-V-Rakete zierten unter anderem im Juli 1969 die Schaufenster des Geesthachter Kaufhauses „Hackmack“ und zogen damit die Blicke der Laufkundschaft auf sich. Auch die Lokalpresse wurde auf die aufwändige Dekoration aufmerksam, lobte ausdrücklich die kreativen Ideen des damaligen Chefdekorateurs Wolf-Dieter Hahn : „Damit stand Geesthacht nicht hinter Hamburg und anderen Großstädten zurück“, schrieb damals die Bergedorfer Zeitung.

Lustige Sprünge auf dem Mond

An die Zeit von Apollo 11 und der Mondlandung erinnert sich der Lüneburger Hahn noch gut. „Wir hatten die Flächen mit Silberfolie ausgelegt, die Raketen mit der Landekapsel von einer Firma für Deko-Artikel bestellt“, erzählt der jetzt 86-Jährige. Mit Stanniolpapier dekorierten sie eine Schaufensterpuppe zur „Mondfrau“ um, die mit gehobener Hand den Einkäufern freundliche Mondgrüße zuwinkte. Zwischen der aufregenden Schaufenstergestaltung waren Hemden, Blusen, Anzüge, Hüte und Accessoires drapiert, um die Laufkundschaft zur Landung im Geschäft zu bewegen.

So sah eines der Schaufenster in Geesthacht im Apollo-11-Stil aus. (Foto: privat)
Das astronomische Riesenereignis verfolgte Hahn zusammen mit seiner Frau Marlis und den beiden Kindern vor dem eigenen Fernsehgerät. Zu sehen, wie Neil Armstrong und Buzz Aldrin im schwerelosen Raum über die Mondoberfläche hüpften, amüsiert das Ehepaar bis heute: „Danach sind wir alle in der Firma so ulkig durch die Gegend gesprungen,“ sagt Hahn. Seine Theorie: Der Komiker Otto Waalkes hat sich seine spezifische Art zu laufen von den beiden Astronauten abgeschaut. row

Wolf-Dieter Hahn mit seiner selbst gestalteten „Mondfrau“, der er damals für die Presse zum Spaß eine Zigarette anzündete. (Foto: privat)