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Andreas Gensch ist mit seinen Kutschen täglich in der Stadt. Ab 30 Grad gewährt er den Tieren hitzefrei, sagte er im Juni. Dennoch war er an dem sehr heißen Mittwoch unterwegs. Foto: A/jj

Hitzefrei für Pferde am Donnerstag

Lüneburg. Das Thermometer zeigte am Mittwochnachmittag 36 Grad im Schatten – eigentlich wollten die Kutscher bei diesen Temperaturen keine Touristen mehr mit Pferd und Wagen durch die Stadt ziehen. Andreas Gensch war trotzdem unterwegs. Warum? „Mit dieser Hitze hatte ich nicht gerechnet“, sagte er am späten Nachmittag. Er sei mit den Tieren bereits in der Stadt gewesen, hätte Schattenplätze angesteuert. Auch mit Wasser würden die Pferde ausreichend versorgt. Er erklärt: „Am Donnerstag sollen es 37 Grad werden, da habe ich alles abgesagt. Und wenn es Freitag ähnlich kommt, gilt dasselbe.“

30-Grad-Limit war freiwillige Entscheidung

Die Aussage, dass die Kutscher bei mehr als 30 Grad nicht mehr fahren wollen, hatten Gensch und sein Kollege Jens Bußmann freiwillig nach einer heißen Diskussion im Internet getroffen. Eine rechtliche Verpflichtung dazu gibt es nicht. Tiermediziner hatten kürzlich erklärt, dass Pferde auch bei diesen Temperaturen keinen Schaden nehmen. Zudem hatte der Landkreis klargestellt, dass beide Unternehmen gut mit ihren Tieren umgehen und es keine Beanstandungen gebe.

von Carlo Eggeling