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Bürgermeister Thomas Maack probiert den „Gästesitz“ der neuen Eisbearbeitungsmaschine aus, wie Holger Schölzel freut er sich über das funkelnagelneue Gerät. Foto: be

Frisches Eis mit neuester Technik

Adendorf. Nebenan, im Freibad Adendorf, tummeln sich in diesen Tagen bei Temperaturen von über 30 Grad Celsius Tausende Menschen und suchen Abkühlung. Nur wenige Meter entfernt, im Walter-Maack-Eisstadion am Scharnebecker Weg, wirft aber schon der Winter seine Schatten voraus: Dort wartet die neue Eisbearbeitungsmaschine, die die Gemeinde Adendorf in diesem Sommer angeschafft hat, auf ihren ersten Einsatz.

Elektroantrieb statt Benzinmotor

23 Jahre lang, seit 1996, hatte die Eismaschine „WM Hi-Tech 2301“ für frisches Eis gesorgt, angetrieben von einem Ford-Verbrennungsmotor und betankt mit Superbenzin. Die neue Maschine vom Typ „WM Mammoth electric“ stellt den neuesten Stand der Technik dar.

„Angetrieben wird sie von einem Elektromotor. Aber sie ist kein Luxusmodell“, erklärt Bürgermeister Thomas Maack (SPD). Mit einem Leergewicht von 4,6 Tonnen ist sie wesentlich schwerer als ihre Vorgängerin, die leer 3,3 Tonnen auf die Waage bringt.

45.000 Euro hat der Landkreis übernommen.

155.000 Euro hat die Gemeinde sich die neue Maschine kosten lassen, für 8000 Euro hat sie das alte Gerät beim Hersteller „AST“ in Füssen in Zahlung gegeben, 45.000 Euro hat der Landkreis Lüneburg aus seinem Strukturentwicklungsfonds übernommen. Mittel aus dem Fonds hatte die Gemeinde beantragt, weil nach der jüngsten Gästebefragung gerade einmal elf Prozent der Eisbahnbesucher aus Adendorf kommen, die restlichen aus dem gesamten Landkreis und darüber hinaus. „Die Bedeutung unseres Eisstadions geht weit über die Gemeinde hinaus“, betont Bürgermeister Maack.

Die alte Eismaschine sei einfach in die Jahre gekommen, erklären Maack und Holger Schölzel, der als Fachbereichsleiter bei der Gemeinde Adendorf unter anderem für das Eisstadion zuständig ist, den Kauf des neuen Fahrzeugs.

Ersatzteile für die „WM Hi-Tech 2301“ seien nur noch schwer zu beschaffen, schlimmstenfalls hätte im Fall eines Schadens eine längere Schließung der Eisbahn gedroht, so Schölzel. Als Ersatzteillager sei sie zu schade, sie werde sicher noch einen Abnehmer finden, hatte Betriebsleiter Roman Zuther nach Ende der Eislaufsaison 2018/19 gesagt.

Gäste können auf der Eismaschine mitfahren

Mit der neuen Eisbearbeitungsmaschine kann künftig in Adendorf auch ein Traum vieler Eislauffans erfüllt werden: Eine Fahrt mit dem wuchtigen Gerät. „Die Maschine hat einen zweiten Sitz, der die Möglichkeit bietet mitzufahren“, erklärt Holger Schölzel.

Eine erste Schulung auf der neuen Eisbearbeitungsmaschine haben die fünf Adendorfer Eismeister, die ihren Dienst zurzeit im Freibad verrichten, schon hinter sich.

Regelmäßig werden sie sich in etwa sieben Wochen mit ihrer neuen Maschine beschäftigen: Anfang Oktober beginnt am Scharnebecker Weg die neue Eislaufsaison, schon etwa drei Wochen vorher wird damit begonnen, die neue Eisfläche vorzubereiten.

Von Ingo Petersen