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Starkregen legt Innenstadtverkehr kurzzeitig lahm

Lüneburg. „Endlich Regen!“, dachten sich wohl viele Lüneburger, als am Montag gegen 13 Uhr die ersten Tropfen aus dem dunkelgrauen Himmel fielen. Doch der Deutsche Wetterdienst hatte ein Unwetter angekündigt, und schnell wurde klar: Das ist nicht nur ein Regenschauer.

Knapp zwei Stunden dauerte der Starkregen und überforderte die Kanalistation der Stadt komplett. Straßenzüge standen unter Wasser, die Dahlenburger und die Bleckeder Landstraße mussten um etwa 13:40 Uhr im Bereich der Bahnbrücken für den Verkehr gesperrt werden. Fußgänger, die es nicht rechtzeitig ins Trockene geschafft hatten, wateten durchs knietiefe Wasser. Etwa 28 Liter pro Quadratmeter fielen nach Angaben der Hansestadt zu dieser Zeit auf die Lüneburger Straßen und Dächer, in den sozialen Netzwerken teilten Anwohner Bilder und Videos von überlaufenden Gullydeckeln und abgesoffenen Autos.

Die Lüneburger Feuerwehr meldete Vollalarm, die Kameraden waren bis zum späten Nachmittag in rund 40 Einsätzen unterwegs. Dabei handelte es sich laut Feuerwehrsprecher Daniel Roemer „überwiegend um vollgelaufene Keller“ und überflutete Straßenzüge. Leider kam es auch zu einer unschönen Szene: Als die Einsatzkräfte mit der Sperrung der Bleckeder Landstraße/Schießgrabenstraße beschäftigt waren, fuhr ein Autofahrer einem Feuerwehrmann über den Fuß. Daraufhin hielt er auch sofort an, doch statt einer Entschuldigung beschimpfte und bedrohte er die Einsatzkraft aufs Übelste. Der Feuerwehrmann wurde im Krankenhaus ärztlich versorgt, den Wüterich erwarten jetzt Strafanzeigen.

Gegen 15 Uhr versiegten die Ströme von oben. Dann dauerte es auch nicht mehr lange, bis die gesperrten Straßen im Innenstadtbereich wieder freigegeben werden konnten.
Während in der Stadt „Land unter“ herrschte, blieb der Landkreis von Überflutungen verschont. „Wir hatten einen ganz tollen Landregen“, berichtet etwa Carsten Schmidt von der Feuerwehr Bleckede.

von Robin Williamson