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Ein Bild vom ersten Prozess im November: Dr. Peter Wulf verteidigte im Vorjahr Farrid M., der als einer der Schützen angeklagt war. (Foto: phs)

Echo der Schüsse von Kaltenmoor

Lüneburg. Das Verfahren wegen der Schüsse von Kaltenmoor legt vor dem Lüneburger Landgericht einen Neustart hin. Am Dienstag, 13. August, beginnt um 9.30 Uhr in Saal 21 vor der 4. großen Strafkammer erneut das Verfahren gegen zwei Angeklagte unter anderem wegen versuchten Mordes.

Die Staatsanwaltschaft wirft Farrid M. (23) und Mohamed E. (26) vor, am 4. April 2018 am St.-Stephanus-Platz aus einem fahrenden Audi heraus auf eine Gruppe von sieben jungen Männern geschossen zu haben. Dabei war ein Mann an Schulter und Bein verletzt worden. Im November war der erste Prozess wegen der längerfristigen Erkrankung eines Richters geplatzt.

Den Schüssen aus einer Pistole sei laut Staatsanwaltschaft ein Streit zwischen den Angeklagten und der größeren Gruppe vorausgegangen, wobei ein Freund Farrids geschlagen worden sei. Im ersten Verfahren hatte sich angedeutet, dass der Hintergrund für die Schüsse von Kaltenmoor ein geplatzter Drogendeal gewesen sein könnte.

Dem Zoll war Monate vor der Gewalttat an der deutsch-niederländischen Grenze ein von Lüneburgern gesteuerter VW ins Netz gegangen, in dem sich Marihuana und mehr als 10.000 Euro Bargeld befanden. Ein zweiter Wagen, ein BMW, konnte allerdings entkommen. Weil im Verlauf des ersten Verfahrens auch andere Verdächtige in den Fokus gerieten, könnte es sein, dass die Kammer neue polizeiliche Ermittlungen beauftragt.

Für das Verfahren sind besondere Sicherheitsvorkehrungen und Einlasskontrollen angeordnet. Der Verhandlungssaal ist nur über den Seiteneingang des Landgerichts in der Bardowicker Straße zugänglich. lz

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