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Das Große Zapfenstreich zu Ehren der Heidekönigin hatte am Donnerstagabend jede Menge bewegende Momente zu bieten. Foto: t&w

Gänsehaut im Fackelschein bei Vollmond

bau Amelinghausen. Es sind diese besondere Atmosphäre und die andächtige Ruhe, die faszinieren. Dicht gedrängt in mehreren Reihen saßen oder standen am Donnerstagabend mehr als 1200 Besucher beim Großen Zapfenstreich zu Ehren der Amelinghausener Heidekönigin Mona Otto auf dem nur mit Fackelschein beleuchteten Sportplatz des MTV – und dennoch war es während der traditionell durch die freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Amelinghausen ausgerichteten Zeremonie im Publikum fast 40 Minuten lang nahezu mucksmäuschenstill.

Nur die mehr als 30 Befehle von Kommandeur Burkhard Jäkel und die Meldungen an und von der Majestät an die 200 Mitwirkenden in der 50 Meter langen Ehrenformation mit Aktiven der Feuerwehren sowie Akteuren des MTV-Blasorchesters und des Musikzuges Marching Colours Bardowick waren zu hören. Augenblicke, die vielen unter die Haut gingen. Dafür sorgten auch die um den musikalischen Wunsch („Nessaja“) der Heidekönigin ergänzte Serenade und das intonierte musikalische Abendgebet „Ich bete an die Macht der Liebe“ sowie die gemeinsam gesungene deutsche Nationalhymne. Nach dem Ausmarsch des Großen Zapfenstreiches gab es lang anhaltenden Applaus. Im Anschluss verließen die Besucher durch ein Spalier von fast 80 Fackelträgern der Feuerwehr den Veranstaltungsort. „Ich hatte die ganze Zeit Gänsehaut. Die Zeremonie wird mir ewig in Erinnerung bleiben“, sagte Mona Otto bewegt.

Vollmond sorgte für eine besondere Atmosphäre

Auch für Burkhard Jäkel war es ein besonderer Abend. Der Oberstleutnant der Reserve kommandierte den nur alle fünf Jahre ausgerichteten Großen Zapfenstreich beim Heideblütenfest zum fünften und letzten Mal. „Es ist war mir eine große Ehre“ sagte er bei einer Verabschiedung. Mit der Leistung seiner Mannschaft und den beiden Musikgruppen zeigte er sich „sehr zufrieden“. Er gibt das Kommando ab an Carsten Brammer.

Die aufwändigen Vorbereitungen zu dem Festakt wurden im Vorfeld durch heftige Regenschauer erschwert. Die mehr als 100 Markierungen und Linien für den exakten Standort der Fackelträger und Dirigenten auf dem Rasen wurden weggespült – dreimal mussten Jäkel und Brammer neu kreiden. Bei der Zeremonie und dem durch Marie-Luisa Ehrlich und Dr. Rüdiger Carlberg moderierten unterhaltsamen Vorprogramm mit Aufführungen von den Original Amelinghausener Schrammlern, der Bockum Band, den Heidesängern, dem Männerchor, Chornetto, den MTV- Dancing Kids, den Heideböcken und der Volkstanzgruppe selbst blieb es trocken. Sogar der Vollmond schaute hinter der letzten Wolke hervor und sorgte zusätzlich für eine besondere Atmosphäre.

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