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Mona Otto hat als Heidekönigin viel erlebt. Jetzt freut sie sich auf die Zeit danach. Foto: bau

„Die Dankbarkeit der Menschen ist einmalig“

Amelinghausen/Oldendorf/Luhe. Für Mona Otto geht ein aufregendes Jahr zu Ende. In ihrer Zeit als Amelinghausener Heidekönigin hat es viele bewegende Erlebnisse gegeben. Einer der schönsten Augenblicke ereignete sich aber schon Wochen vor ihrer Krönung: Als sie ihren aus Oldendorf/Luhe stammenden Freund Gerd-Christian Lühr beiläufig fragte, was er von einer Bewerbung von ihr hielte, strahlte dieser sie einfach nur „überglücklich und ergriffen“ an. „In diesem Moment habe ich gemerkt, welche Bedeutung das Amt der Heidekönigin hier in der Region hat“, sagt die gebürtige Hamburgerin. Das sollte sich nach ihrer Wahl am 19. August 2018 bestätigen.

Mona Otto, die seit knapp vier Jahren in Oldendorf/Luhe wohnt, blickt auf ein „faszinierendes Jahr“ zurück. Herbst- und Frühlingsmarkt, Weihnachtsfeiern, Königsbälle, Schützenfeste – speziell ihre Auftritte als Ehrengast bei Veranstaltungen in der Region hat sie genossen. „Für die Menschen hier ist es auch nach 70 Jahren noch immer ein Höhepunkt, wenn die Heidekönigin kommt“, sagt die 27-Jährige. „Die Dankbarkeit, die einem von Jung und Alt entgegenschlägt, ist einmalig.“

Mehr als 70 Termine und Auftritte in einem Jahr

Die Personalreferentin fügt aber auch ehrlich an, „dass das Amt sehr viel Zeit in Anspruch nimmt“. Mehr als 70 repräsentative Termine und Auftritte vor Ort, aber auch in Berlin, Hamburg oder Hannover wird sie am Ende ihrer Regentschaft absolviert haben.

Die Entscheidung, sich zu bewerben, hat Mona Otto erst am Tag der Krönung gefällt. „Ich war total nervös“, sagt sie rückblickend. Zu merken war davon kaum etwas. Sie trat sogar noch mit Chornetto auf der Bühne als Chorsängerin auf und durfte sich wegen ihres fehlenden Dresscodes Sprüche anhören. Statt einer weißen Bluse als Oberteil hatte sie schon ihr blau-weißes Kleid für ihre Präsentation an. Die absolvierte sie später charmant und selbstbewusst. „Das habe ich gar nicht so wahrgenommen“, sagt sie. „Gefühlt war ich wie im Tunnel. Erst abends in den eigenen vier Wänden ist das Licht wieder angegangen.“

Repräsentantin der Lüneburger Heide

An ihre Aufgabe, als Repräsentantin der Lüneburger Heide im Mittelpunkt zu stehen, hat sie sich schnell gewöhnt. Selbst bei ihrem ersten Fernsehauftritt live im NDR am Abend der Krönung wirkte sie souverän und ausgeglichen – im Gegensatz zum Reporter. „Der tigerte dauernd die Straße auf und ab und sprach seinen Text vor. Das hat mich innerlich fast wahnsinnig gemacht“, erzählt die 27-Jährige. Wochen später erhielt sie von dem Journalisten eine lange E-Mail. „Darin hat er sich für meine Ruhe und Ausgeglichenheit beim Interview bedankt und mir erklärt, dass er so nervös gewesen sei, weil es für ihn als Hörfunkreporter seine erste TV-Live-Schaltung gewesen ist“, erzählt sie. „Das so ehrlich zu schreiben, fand ich total lieb.“

Einer der „schönsten Augenblicke“ war für sie die Eröffnung des Herbstmarktes in Amelinghausen im Oktober. Zum ersten Mal waren ihre in Hamburg lebenden Eltern vor Ort und erlebten ihre Mona als Heidekönigin. „Das war für uns alle bewegend.“

Zapfenstreich symbolisiert Stellenwert der Heidekönigin

Besonders gefreut hat sich Mona Otto zum Abschluss ihrer Regentschaft auf den Großen Zapfenstreich zu Ehren der scheidenden Majestät. Der symbolisiert für sie eindrucksvoll, „wie wertvoll den Amelinghäusern die Tradition um die Heidekönigin und wie hoch angesehen dieses Amt ist.“

Auf die Zeit als Ex-Queen freut sie sich aber auch. „Einiges musste doch hinten anstehen“, sagt die 27-Jährige. So freut sie sich ungemein, wieder mehr mit ihrem Pferd „Tinker“ Slyde reiten zu können. Außerdem möchte Mona Otto sich „irgendwann“ ihren Traum von einer eigenen, großen Harfe erfüllen und professionell Unterricht nehmen, um dann in einem Orchester zu spielen.

Von Marcel Baukloh

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