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Das inzwischen geschlossene Seniorenheim am Bargenturm. (Foto: be)

Noch mehr Senioren bangen um ihr Taschengeld

Lüneburg. Es gibt offenbar noch weitere Senioren, die um ihr Taschengeld bangen, das sie nach der Schließung des Seniorenheims am Bargenturm nicht zurückbekommen haben. Ein Betreuer schildert den Fall einer dementen 87-Jährigen, die ihr Taschengeld, eine Rentenzahlung und eine Unterhaltszahlung ihres Sohnes beim Auszug nicht überwiesen bekommen habe: „Es geht um 3776 Euro.“ Der Betreuer sagt, dass ihm weitere alte Leute bekannt seien, die noch Geld zu bekommen haben. Die LZ hatte kürzlich über das Schicksal einer Seniorin berichtet, die über ihren Anwalt Jens-Uwe Thümer Forderungen gegen die Cornal-Gesellschaft und deren Verantwortliche erhebt.

Anwalt schlägt zivilrechtlichen Weg ein

Den Fall der 87-Jährigen vertritt der Adendorfer Jurist Ulrich Köhler. Seine erste Anzeige, die er bereits vor Monaten erhoben habe, sei von der Staatsanwaltschaft mit einer Einstellung des Verfahrens abgeschlossen worden. Das bestätigt dort Sprecherin Wiebke Bethke. Kurz: Auf dem Geschäftskonto sei genug Geld gewesen, daher könne man nicht von Insolvenzverschleppung ausgehen.

Also schlägt Köhler nun den . Mit zunächst unbefriedigendem Ausgang: Er wollte den Verantwortlichen Zahlungsaufforderungen via Gericht zukommen lassen, doch die Briefe kamen zurück. „Weder an die Geschäftsanschrift noch an die Adresse der Geschäftsführerin konnte Post zugestellt werden.“ Der nächste Schritt sei nun eine öffentliche Zustellung. Das bedeutet vereinfacht, der Schriftsatz wird auf einer Tafel im Amtsgericht ausgehängt und gilt nach einer Frist als erhalten: „So bekommen wir Zugriff auf die Konten.“ ca