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Die Radschnellwege in der Metropolregion Hamburg sollen so breit sein, dass jeder in seinem Tempo vorwärtskommt, auch Überholen möglich ist. Foto: Metropolregion Hamburg

Ideenschmiede für schnelle Wege

Lüneburg. Die Idee der Radschnellwege in der Metropolregion nimmt langsam, aber sicher Fahrt auf: Bereits seit Ende vergangenen Jahres prüfen Gutachter die insgesamt acht vorgesehenen Trassen rund um Hamburg, darunter auch Lüneburg–Winsen–Hamburg. Der Weg soll von der Salzstadt auf möglichst direktem Weg über Winsen, Stelle, Seevetal und Harburg in die Hafenstadt führen. Diese Route wird mit knapp 60 Kilometern die längste Einzelstrecke innerhalb des Radschnellwegnetzes sein.

Die jeweiligen Aufträge für die Untersuchungen der regionalen Routen wurden zuvor auf kommunaler Ebene in Kooperation mit der Metropolregion vergeben. Anfang des Jahres folgte dann eine Online–Bürgerbeteiligung. „Die Beteiligung war sehr hoch“, so Andres Wulfes, Pressesprecher des Landkreises. „Und das ist gut so. Die Kenntnisse der Planer sind ja nur abstrakt, die Experten vor Ort sind die Bürger, sie kennen die besten Wege, aber auch die Probleme und Konfliktstellen und vielleicht sogar Lösungsideen.“

Entlastung des Verkehrs

Vorreiter für das Projekt sind Radwege in den Niederlanden und Dänemark, in Deutschland führt der bislang erste Radschnellweg durchs Ruhrgebiet. Wulfes: „Mit dem Radschnellweg wollen wir die Leute dazu bewegen, öfter das Fahrrad statt das Auto zu nutzen. Es geht uns nicht darum, dass Pendler mit dem Fahrrad von Lüneburg nach Hamburg fahren sollen, aber wenn sie sich durch die neuen Routen dafür entscheiden, Teilstrecken mit dem Fahrrad zurückzulegen, dann ist doch viel gewonnen, sowohl für das Klima als auch für die Entlastung des Verkehrs.“

Bei den Workshops am Donnerstag und Freitag werden die bisherigen Pläne sowie die Hinweise der Bürger vorgestellt, außerdem wird der folgende Ablauf erklärt. „Im Anschluss daran erhoffen wir uns eine lebendige Diskussion“, sagt Andres Wulfes. Wann die ersten Radler die Schnellwege nutzen können, steht noch nicht fest. Die Metropolregion hat bislang eine Prognose von in etwa vier Jahren abgegeben.

Die Vorbereitungen für die Planung und den Bau der Radschnellwege fördert die Metropolregion Hamburg mit rund einer Million Euro, 2020 sollen die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vorliegen.

Von Lea Schulze

Termin

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Die Workshops für Bürger finden an den folgenden Tagen statt:

Donnerstag, 5. September, um 18 Uhr, Marstall, Schloßplatz 11, Winsen/Luhe.

Freitag, 6. September, um 18 Uhr, Bezirksamt Harburg, Mehrzwecksaal im SDZ Harburger Rathausforum 1 (der Zugang erfolgt über die Knoopstraße).

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