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Filmpalast
Links der neue Parkstreifen, diese Fahrzeuge stehen korrekt. Anders der Audi rechs, der auf dem Fußweg steht, sodass Passanten nun kaum noch durchkommen. (Foto: privat)

Verdrängungswettbewerb

Lüneburg. Eigentlich sollte alles besser werden, aber das hat augenscheinlich nicht geklappt: Am Filmpalast ist das Parkchaos nach Eindruck von Anwohnern nicht kleiner, sondern größer geworden. Die Stadt hat Anfang Juli auf der Seite des Kinos eine Kurzparkzone eingerichtet: Wer Karten abholen möchte, hat dafür eine halbe Stunde Zeit. Dummerweise stellen Gäste ihr Auto auch auf der gegenüberliegenden Seite ab. Weil‘s da so eng ist, stehen die Autos „nun nicht nur halb auf dem Gehweg, sondern ganz“, berichtet ein Nachbar: „Gehbehinderte oder Familien mit einem Kinderwagen können den Fußweg nicht mehr nutzen.“

Auch spät abends Kontrollen

Das Problem ist im Rathaus bekannt. Pressesprecher Sebastian Koepke-Millon sagt: „Generell ist das Parken vor dem Kino nicht erlaubt, denn es handelt sich im gesamten Bereich um ein Zonenparkverbot. Ausgenommen sind die neuen Markierungen für kurzzeitiges Parken. Vorher haben sich viele Autofahrer nicht an das Parkverbot gehalten und teils die Gehwege zugeparkt, was zu vielen Beschwerden geführt hat.“ Nun scheint sich trotz des Linienspiels auf der Fahrbahn nichts in den Köpfen vieler Automobilisten verändert zu haben. Daher setzt die Stadt auch spät abends auf Kontrollen. Laut Koepke-Millon wurden seit Juli rund 75 Knöllchen verteilt, je nach Verstoß kostet das dann 20 beziehungsweise 30 Euro. ca