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Die „Fridays for Future“-Bewegung hat weltweit zu Protesten aufgerufen – in der Stadt könnte es eine der größten Aktionen seit langem geben . (Foto: A/t&w)

Tausende zu Klimademo in Lüneburg erwartet

Lüneburg. Es könnte eine Aktion werden, die Rekorde bricht: Am Freitag protestiert die Bewegung „Fridays for Future“ zum mittlerweile dritten Mal mit einem „globalen Klimastreik“ gegen die aktuelle Klimapolitik, allein in Deutschland sind 503 Demonstrationen geplant. Und anders als bei den Großdemos davor sind morgen ausdrücklich auch die Berufstätigen aufgefordert, sich an dieser weltweiten Aktion zu beteiligen.

Natürlich ist auch in Lüneburg, eine der niedersächsischen Hochburgen des Klimaprotests, am Freitag ab 12 Uhr auf dem Marktplatz eine Demonstration angemeldet – mit 900 Teilnehmern. Doch Polizeisprecher Kai Richter rechnet mit deutlich mehr: „Nachdem großflächig für die Demonstration geworben wurde und sich selbst der Oberbürgermeister und der Landrat dazu zu Wort gemeldet haben, rechnen wir mit weit mehr als 1000 Teilnehmern, vielleicht sogar mehr als 2000.“

Einige Arbeitnehmer sind freigestellt

Und während bei den vergangenen Massendemonstrationen zwar regelmäßig Umweltverbände und andere Institutionen mit „grünem Profil“ ihre Unterstützung schon im Vorfeld kundgetan haben, rufen diesmal Gewerkschaften, Kirchen und auch Unternehmen zur Teilnahme auf. Dabei gerne mit dem Hinweis, dass es sich – trotz des Namens „Klimastreik“ – nicht um einen Streik im juristischen Sinne handelt, wie etwa bei Tarifverhandlungen. Der Geschäftsführer der DGB-Region Nord-Ost-Niedersachsen, Matthias Richter-Steinke, empfiehlt daher: „Kollegen, die teilnehmen möchten, sollten sich frei nehmen.“

Der globale Klimaprotest am Freitag ist allerdings nur der Auftakt für eine ganze Reihe von Aktionen: In den Tagen darauf folgt die „Week for Climate“ („Woche für das Klima“), ebenfalls organisiert von der „Fridays for Future“-Bewegung. Für den Sonnabend etwa ist eine Müllsammelaktion geplant, später noch Vorträge und Mahnwachen und zum Schluss, am 27. September, eine große Menschenkette durch Lüneburg.

Die Stadt gibt folgende Verkehrshinweise für die Demonstration bekannt:

Die Busse fahren weiter, Buskunden sollten sich aber drauf einstellen, dass die Busse sich verspäten werden und mehr Zeitpuffer einplanen.

Auch dort, wo ausschließlich berechtigte Autofahrer Zugang haben, vor allem an der Neuen Sülze, Am Sande, Am Berge müssen diese mit Verzögerungen rechnen oder wenn möglich ihre Touren anders planen.

Wer kann, sollte die Wallstraße meiden und stattdessen über die Lindenstraße und den Stadtring umfahren.

Von Robin Williamson