Donnerstag , 24. Oktober 2019
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Grundschule Neetze
Die Grundsschule in Neetze wird baulich fit für die Zukunft gemacht. Dafür hat die Samtgemeinde Ostheide die Planungen europaweit ausgeschrieben. (Foto: be)

Schulbau verzögert sich

Neetze. Im Herbst sollte es losgehen mit den Arbeiten für den Um- und Anbau der Grundschule Neetze: So war der Plan – von dem sich die Samtgemeinde Ostheide als Schulträger und Bauherr nun aber verabschieden muss. Der Grund: Die Planungskosten für das Millionenprojekt betragen 400 000 Euro. Deshalb muss die Samtgemeinde die Maßnahme jetzt laut EU-Recht europaweit ausschreiben. „Dadurch wird sich der Baubeginn verzögern“, sagt Samtgemeindebürgermeister Norbert Meyer, der mit dem Start der Arbeiten nun erst in den Sommerferien 2020 rechnet.

Die Baukosten werden steigen

Der spätere Baubeginn treibt die Kosten nach oben: Im November vergangenen Jahres bezifferte Meyer die geplanten Investitionen noch auf rund vier Millionen Euro, jetzt ist von 4,8 Millionen Euro die Rede. „Das liegt aber nicht nur am verzögerten Baubeginn“, erklärt der Rathauschef – auch wenn die jährliche Kostensteigerung bei Baumaßnahmen derzeit bei rund fünf Prozent liege.

„Inzwischen haben wir schon Gutachter durch das Gebäude geschickt, unter anderem die Heizung untersuchen, ein Schadstoffgutachten und die Statikberechnung anfertigen lassen“, sagt der Samtgemeindebürgermeister. Diese Arbeiten seien in den ersten Kostenschätzungen noch nicht enthalten gewesen.

Entscheidung Mitte Dezember

Noch bis Ende Oktober können sich Planungsbüros im Rahmen der europaweiten Ausschreibung für das Schulbau-Projekt bewerben. „Die endgültige Entscheidung, wer den Zuschlag bekommt, findet dann Mitte Dezember statt“, erläutert Meyer den Zeitplan. Mit der europaweiten Ausschreibung selbst hat die Verwaltung der Ostheide ein Büro aus Hamburg beauftragt.

Doch egal wer nun letztlich den Zuschlag für die Planung erhalten wird, schon jetzt steht fest, wie der Um- und Ausbau der Schule aussehen soll. Das Architektenbüro Oldenburg und Plesse hatte bereits eine Grundlagen­ermittlung und Vorplanung durchgeführt – „und auf dieser Grundlage wurde das Projekt jetzt europaweit ausgeschrieben“, erklärt Norbert Meyer. Und so soll der Umbau des Gebäudes in groben Zügen auch aussehen. „Zwar wird es sicherlich noch einige Detailänderungen geben, aber im Großen und Ganzen steht unser Konzept,“ sagt der Rathauschef.

Zentraler Eingang mit Atrium-Charakter

Die Schule soll einen zentralen Eingang mit Atrium-Charakter von der Von-Estorff-Straße aus erhalten. Am Auffälligsten wird deshalb der geplante Neubau werden– als „neue Mitte“ der Schule. Neben dem Treppenaufgang ist eine sogenannte „Lerntreppe“ vorgesehen – für Veranstaltungen, für Unterricht oder einfach auch nur für die Schüler zum Verweilen. Geplant ist ferner eine Aula mit Bühne, eine Bibliothek auf der Galerie und ein Pausenraum.

Auch das Problem mit der fehlenden Barrierefreiheit soll gelöst werden: Dazu soll ein Fahrstuhl eingebaut werden, der künftig alle Stockwerke miteinander verbindet. Und weil die Grundschule Neetze Ganztagsschule werden soll, ist auch eine Mensa mit Ausgabeküche vorgesehen. Meyer rechnet mit einer Bauzeit von 18 Monaten, das heißt: „Wenn jetzt alles nach Plan läuft, können wir zum Schuljahresbeginn 2022 Einweihung feiern.“

Von Klaus Reschke