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Arbeitslose

Nicht alle profitieren von Belebung

Lüneburg. Der Konjunkturmottor stottert, Stahlwerke, Banken und Autoschmieden kündigen Personalabbau an – doch noch erweist sich der Arbeitsmarkt in Lüneburg als robust. Die Arbeitslosenquote im Bezirk der Arbeitsagentur Lüneburg-Uelzen sank gegenüber August um 0,4 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent. Im September 2018 lag sie noch bei 4,6 Prozent. Zum Vergleich: Im Kreis Lüneburg waren 5,2 Prozent ohne Job, bundes- und auch niedersachsenweit 4,9 Prozent. In Niedersachsen wies das Emsland mit 2,3 Prozent die niedrigste Arbeitslosigkeit auf, Wilhelmshaven mit 10,2 Prozent die höchste.

„Arbeitskräftenachfrage und Beschäftigung im Agenturbezirk befinden sich auf einem hohen Niveau. Zudem sorgte im September die übliche Herbstbelebung für rückläufige Arbeitslosenzahlen“, bilanziert Agenturchefin Kerstin Kuechler-Kakoschke in einer Pressemitteilung. Besonders positiv ist, dass der vielfältigen Schatten, die auf den Konjunkturaussichten lasten, noch nicht die Arbeitskräftenachfrage in der Region verdunkeln. Mit mehr als 5600 freien Stellen lag die Arbeitskräftenachfrage auch im September deutlich über dem Jahresdurchschnitt 2018. Im Kreis Lüneburg waren 59 487 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. „Wir gehen davon aus, dass die Beschäftigung sich weiter positiv entwickelt. Der Arbeitsmarkt bietet aktuell Chancen, insbesondere Fachkräfte sind gefragt“, sagt die Agenturchefin.

Allerdings entwickelte sich die Arbeitslosigkeit nach Personengruppen recht unterschiedlich. Während etwa unter den Deutschen drei Prozent weniger Menschen ohne Arbeit waren, nahm die Zahl der arbeitslosen Ausländer gegenüber 2018 um neun Prozent zu. Vor allem eine Gruppe findet derzeit schwer eine Stelle – die Unqualifizierten. In Niedersachsen haben rund 56 Prozent der Arbeitslosen keine abgeschlossene Berufsausbildung. Und die Zahl der Arbeitsplätze auf Helferniveau sank um neun Prozent gegenüber 2018. jz